Bürgerentscheid in Bad Endorf soll Klarheit bringen

Ortsmitte oder Ortsrand - Welcher Standort eignet sich für Grundschulneubau? 

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Bad Endorf - Debatte um Grundschulneubau in der Ortsmitte oder doch in der Hans-Kögl-Straße an der bereits bestehender Mittelschule - Klarheit wird nun ein Bürgerentscheid bringen.  

822 Unterschriften liegen in der Gemeindeverwaltung Bad Endorf. Gesammelt in nur drei Wochen von Initiatoren des Bürgerbegehrens "Grundschule und Hort in der Ortsmitte von Bad Endorf" um Robert Staber. Ihr Ziel: Die Verhinderung der Verlegung der Grundschule von der Ortsmitte an die Hans-Kögl-Straße an den Ortsrand. 

In ihren Augen sei der ein Standort in der Ortsmitte ideal- dieser könnte sowohl hinter dem Rathaus am jetzigen Standort der Grundschule liegen oder sich gegenüber des Rathauses im Bereich der "neuen Mitte" am Bauernmarktgelände und somit unmittelbar beim Kindergarten befinden. Nach Ansicht der Initiatoren seien beide innerörtliche Standorte sehr gut geeignet.

Bedenken haben die Eltern hauptsächlich in punkto Sicherheit und Dauer des Schulwegs, würde ein Neubau am Ortsrand realisiert werden. Rund 750 Meter trennen die beiden Standorte von der Bahnhofsstraße bis zur Hans-Kögl-Straße. Laut Staber würde die Verlagerung zudem dem Geist und den konkreten Inhalten des ISEK widersprechen. Insbesondere wolle man hier auf die Nachteile für die Ortsentwicklung wie das Aussterben der Ortsmitte hinweisen.

Deshalb stellt die Initiative auf ihrer Homepage die für den anstehenden Bürgerentscheid die Frage, ob die Bürger dafür sind, dass die Marktgemeinde Bad Endorf:

  1. einen Neubau für eine Grundschule mit angegliedertem Hort in der Ortsmitte (maximal 150 Meter vom heutigen Endorfer Rathaus entfernt) errichtet sowie
  2. sämtliche Planungen und Umsetzungen hinsichtlich der Realisierung eines Neubaus von Grundschule und Hort am Standort der heutigen Mittelschule (Nähe Wasserburger Straße) unverzüglich einstellt und alles unternimmt, bereits eingeleitete Schritte rückgängig zu machen und aufzuheben.

Die Marktgemeinde hingegen stehe nach wie vor hinter der Modernisierung und dem Neubau der Schullandschaft am Ortsrand, an dem sich bereits Hort und Mittelschule befinden

Die Übergabe der Unterschriften an Bürgermeisterin Doris Laban erfolgte bereits am 23. Oktober. Noch ist aber nichts entschieden: Details zum weiteren Vorgehen des anstehenden Bürgerentscheids wie die Terminfestsetzung Anfang des neuen Jahres und die Zulässigkeit der Unterschriften werden in der nächsten öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderats am 13. November diskutiert.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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