Gemeinde informiert durch Bürgerwerkstatt

Wo sollen die Schüler in Bad Endorf künftig lernen?

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Der Termin für die Bürgerentscheide in Bad Endorf steht fest. 
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Bad Endorf - Im Juli finden die Termine für die Bürgerentscheide und das Ratsbegehren statt. Vorab möchte die Gemeinde die Bad Endorfer in Form einer Bürgerwerkstatt am 24. Juni informieren.  

Am Sonntag, 21. Juli, wird es ernst: An diesem Tag kommt es in Bad Endorf zum Bürgerentscheid. Es wird per Vorab-Briefwahl entschieden. Der Entscheid besteht aus drei Fragen, über die die Bürger separat abstimmen können: 

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Bürgerinitiative optimistisch im Hinblick auf Entscheid 

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens, so erklärt es Sprecher Robert Staber gegenüber rosenheim24.de, seien stolz darauf, dass sie eine basisdemokratische Entscheidung aller Endorfer Bürger zum Thema Schulstandort ermöglichen konnten. 

"Aufgrund der Stimmung im Ort sind wir optimistisch, dass sich bei der Abstimmung eine Mehrheit der Bürgerschaft unserer Sichtweise anschließt und für 'Grundschule und Hort in der Ortsmitte' stimmt", ist Staber überzeugt. 

Neben den Aspekten einer lebendigen Ortsmitte - inklusive Kindern - und der Verkehrssicherheit der Schulwege überzeuge Staber zufolge auch der wirtschaftliche Aspekt gegen eine Verlagerung an den Ortsrand. "Bei dem von der Gemeinde verfolgten Konzept würde nämlich die teilweise nur 25 Jahre alte Mittelschule abgebrochen völlig neu gebaut. Dies ist aus unserer Sicht und in Anbetracht der leeren Endorfer Kassen kein wirtschaftlicher Umgang mit Haushaltsmitteln." 

Bürgerwerkstatt am 24. Juni 

Die Gemeine indes hält nach wie vor fest an dem Standort der Grundschule samt Hort in der Hans-Kögel-Straße am Ortsrand, an dem sich bereits die Mittelschule befindet. 

Am kommenden Montag, 24. Juni, findet im Kultursaal der Chiemgauthermen eine Bürgerwerkstatt statt, um die Bad Endorfer über den anstehenden Entscheid ausreichend zu informieren. Diese fährt ab 19.30 Uhr mit Informationen zur Standortfrage für den Schulneubau auf. 

Anwesend sein werden neben Bürgermeisterin Doris Laban und Rathausmitarbeitern auch Experten aus der Planungsgruppe Strasser, die neben dem Entwurf der Schullandschaft in der Hans-Kögel-Straße auch die Machbarkeitsstudie der Grundschule mit Hort in der Ortsmitte auf dem dafür möglichen Grundstück vorstellen werden.

Die Bürger können sich außerdem auf der auf der Homepage der Gemeinde über aktuell laufende Bauprojekte informieren. 

Hintergrund zur Debatte um Schulstandort:

Mit der von der Gemeinde geplanten Verlegung der Grundschule an den Standort der Mittelschule in der Hans-Kögel-Straße am Ortsrand befürchten die Unterstützer weitreichende Nachteile für Eltern und Schüler. Die Bürgerinitiative "Grundschule und Hort in der Bad Endorfer Ortsmitte" setzt sich dafür ein, dass die Schulkinder innerorts bleiben können. 

Das von über 700 Endorfern unterzeichnete erste Bürgerbegehren wurde im November 2018 vom Gemeinderat abgelehnt. 

Aufgrund der langen Bearbeitungszeiten der Verwaltungsgerichte hat sich die Bürgerinitiative "Grundschule und Hort in der Bad Endorfer Ortsmitte" dazu entschlossen, keine Klage gegen den Ablehnungsbescheid zu erheben und das erste Bürgerbegehren offiziell zurückzuziehen.

Die Gemeinde entschied sich ebenfalls im Dezember dafür, mit einer Machbarkeitsstudie zu prüfen, ob Standorte für Grundschule und Hort innerorts überhaupt realisierbar seien. Das Ergebnis stand im Februar 2019 fest

Dagegen hält die Bürgerinitiative mit ihren Ansichten: Mit einem zweiten Bürgerbegehren möchten sie dem Wunsch vieler Endorfer nach einer Grundschule mit Hort in der Bad Endorfer Ortsmitte zum Erfolg verhelfen. Am 1. März reichte die Bürgerinitiative mit der neuen Unterschriftenliste mit 830 Eintragungen an Bürgermeisterin Laban ihr neues Bürgerbegehren offiziell ein. In der März-Gemeinderatssitzung wurde das neue Begehren anerkannt

mb

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