Auszeichnung im Landkreis Rosenheim

Sozialpreis 2019 geht an Margot und Christoph Wunder aus Bad Endorf

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Von links nach rechts: Stellvertretende Landrat Josef Huber, Margot Huber und Christoph Wunder.

Bad Endorf - „Sie engagieren sich seit 50 Jahren, ohne einen Vorteil davon zu haben, außer das gute Gefühl“, das sagte der stellvertretende Landrat Josef Huber über die diesjährigen Preisträger des Sozialpreises 2019. Er zeigte sich tief beeindruckt von dem breit gefächerten und andauernden sozialen Engagement des Ehepaares Margot und Christoph Wunder aus Bad Endorf.

Die Meldung im Wortlaut:

Bad Endorfs Bürgermeisterin Doris Laban sagte bei ihrer Laudatio, sie sei selbst gerade drei Jahre alt gewesen, als das ehrenamtliche Engagement von Christoph Wunder begonnen habe. „Sie legten als Gründungsmitglied im Jahr 1965 den Grundstein für das Jugendrotkreuz in Bad Endorf“. Weiter engagiere er sich bei der Wasserwacht, der Obdachlosenhilfe St. Bonifaz in München, als Seniorenbeauftragter und seit 2018 nun auch im Gemeinderat. Ganz besonders lobte Laban das soziale Engagement des Ehepaares in ihrer Heimatgemeinde Bad Endorf sowohl beim BRK Sozialdienst, als auch im BRK-Kleiderladen

„Der Kleiderladen ist zugleich ein soziales Bindeglied und soziales Zentrum unserer Gemeinde. Sie sind immer da und haben immer ein liebes Wort übrig“, so Laban. Gemeinsam hat das Ehepaar allein hier bisher rund 15.700 ehrenamtliche Stunden geleistet. Laban bezeichnete das Ehepaar als feste Größe in der Gemeinde und als Vorbild vor allem auch für viele junge Menschen. 

Christoph Wunder 1997 Gründungsmitglied des Vereins „Gomelhilfe“

Zusätzlich zur Hilfe vor Ort unterstützte das Ehepaar in den vergangenen Jahren zahlreiche weltweit agierende Hilfsorganisationen, so zum Beispiel nach der Tsunamikatastrophe 2005 in Sri Lanka oder eine Hilfsaktion 2006 nach Nairobi. Christoph Wunder war außerdem 1997 Gründungsmitglied des Vereins „Gomelhilfe“. „Zusammen mit ihren Mitstreitern kümmerten sie sich um die medizinische Versorgung der Bevölkerung in der weißrussischen Stadt Gomel und im Sperrbezirk rund um das ehemalige Kernkraftwerk Tschernobyl“, sagte Laban. „Das Ehepaar Wunder ist für mich als Bürgermeisterin ein soziales Wunder. Mit viel Kraft und Liebe immer für andere da.“ 

Christoph Wunder: "Es ist eine ganz besondere Ehre“

Christoph Wunder bedankte sich anschließend für die Auszeichnung. „Wir freuen uns über diesen Preis. Es ist eine ganz besondere Ehre“. Gleichzeitig bedankte er sich bei den vielen anderen ehrenamtlichen Helfern, die das Ehepaar bei ihrer Arbeit unterstützen. Bei den vielen Akteuren, die die Seniorennachmittage bereichern. Er dankte den Helfern beim Sozialdienst und dem BRK-Kleiderladen und auch den Menschen, die hier ihre Sachen vorbei bringen. „Wir haben wirklich tolle Kleiderspenden aus allen Schichten. Der Kleiderladen ist ein richtiges Kommunikationszentrum. Hier zu arbeiten mache Spaß und ist kein Zwang“, so Wunder. 

Der Sozialpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben. Der Landkreis ehrt damit beispielhaftes Handeln im sozialen Bereich, insbesondere den herausragenden Einsatz auf dem Gebiet der Altenarbeit, der Behindertenarbeit und der Hilfe für die sozial Schwachen und 3. Dezember Benachteiligten.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

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