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Rohrbombe beschädigte auch das Pfarrheim

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Die Beschädigungen im Einfamilienhaus

Bad Endorf - Die Rohrbombe traf nicht nur ein Einfamilienhaus. Während die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen aufgenommen hat, brodelt die Gerüchteküche:

Wie rosenheim24 heute erfuhr, sind Stücke der Rohrbombe auch im und vor dem Pfarrheim gefunden worden. Zwei Fenster sind im Pfarrheim zu Bruch gegangen. Im Gebäude wurden Metallteile der Rohrbombe von den Polizeibeamten sichergestellt.

Auf Anfrage teilte uns zudem die Staatsanwalt Traunstein mit, dass sie den Fall in die Hand genommen hat. Staatsanwalt Bernd Magiera ermittelt gegen Unbekannt wegen des "Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion".

Ermittlungen "in alle Richtungen"

Laut Magiera werde derzeit "in alle Richtungen" ermittelt. Gefunden wurden mehrere Stücke der Rohrbombe. Es werde derzeit von den Sprengstoffexperten des LKA das Ursprungsgebilde rekonstruiert.

Die chemisch-technischen Untersuchungen dauern jedoch weiter an und werden vermutlich erst Mitte der kommenden Woche abgeschlossen sein. Daher konnte der Staatsanwalt auch keine Auskunft darüber geben, ob an den Objekten bereits Fingerabdrücke festgestellt wurden.

Gerüchteküche brodelt 

Derweil brodelt in anderen Medien die Gerüchteküche um einen möglichen rassistischen Hintergrund der Tat.

So wird spekuliert, dass am Tag der Explosion in der Kirche St. Jakobus ein Gedenkgottesdienst für den in Polizeigewahrsam verstorbenen Afrikaner Oury Jalloh stattgefunden habe. Jalloh verbrannte am 7. Januar 2005 in Dessau. Er war an eine Matratze gefesselt, in einer Arrestzelle der Polizei.

Unsere Redaktion hat aber erfahren: Es hat lediglich ein allgemeiner Gottesdienst mit Totengedenken stattgefunden. In diesem Verlauf habe spontan eine Frau aus der Gemeinde des Verstorbenen Jalloh gedacht. Sie habe ihn aber weder persönlich gekannt, noch sei der Gottesdienst unter einem solchen Gesichtspunkt vorab angekündigt worden.

Randalierende Jugendliche als Täter?

Mögliche Täter sind also auch randalierende Jugendlichen aus, die in der Vergangenheit offenbar bereits mehrfach Sachbeschädigungen in Bad Endorf verursacht haben. So rissen Unbekannte in letzter Zeit Grablichter am Friedhof heraus und beschädigten einen Schaukasten der Pfarrgemeinde.

Müllcontainer in Brand

Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf
Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf
Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf
Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf
Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf
Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf
Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf
Müllcontainer in Brand
Müllcontainer in Brand © amf

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Die Explosion der Rohrbombe hat jedoch eine neue gefährliche Dimension.

Lauter Knall erschreckt Familie

Ein „unglaublich lauter Knall“ erschreckte am Samstagabend eine vierköpfige Familie in Bad Endorf. In der Nähe des Endorfer Friedhofs wurde, wie das LKA am Dienstag bestätigte, eine Rohrbombe gezündet.

Ein Stück der Bombe durchschlug mit Wucht das Doppelglas-Fenster des Badezimmers und prallte in den Türstock. Von der Familie wurde niemand verletzt.

Fotos vom Tatort:

Hier schlug das Rohrbomben-Stück ein

Hier durchschlug das Rohrbomben-Stück das Doppelglas-Fenster © cs
Die Durchschlagsstelle im Fenster © cs
Hier durchschlug das Rohrbomben-Stück das Fenster. © cs
Der Tür, gegen die das Rohrbomben-Stück pralle. © cs
Deutlich zu sehen ist der Riss im Türstock durch die Wucht des Einschlags. © cs
Notdürftig versucht die Familie übergangsweise das Loch abzudecken. © cs
Der Bad Endorfer Friedhof, in dessen Nähe sich der Tatort befindet. © cs

"Dieser Vorfall ist beängstigend"

Auch Martin Lauber, zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde, zeigte sich auf Anfrage von rosenheim24 betroffen: „Dieser Vorfall ist schon beängstigend. Dabei handelt es sich wirklich um keinen Scherz mehr."

Wie die Familie, die Polizei, und die Nachbarn hofft der Gemeindepolitiker auf eine schnelle Lösung des Falls: "Wir können nur hoffen, dass diese Geschichte bald aufgeklärt wird. Sie beunruhigt ja unsere Bürger."

Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden!

mg/red

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