Typisierungsaktionen in Bernau und Chieming

"Irre": 1857 Spender für Maxi und Monika - und jetzt gibt es Hoffnung 

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Links im Bild drei der federführenden Personen der Typisierungsaktion in Hart bei Chieming: Martina Prankl (Stiftung Aktion Knochenmarkspende), 2. Bürgermeister und Schirmherr Georg Hunglinger und der Harter Kirchenpfleger Josef Mayer. Rechts im Bild der 26-jährige Maxi aus Bernau.

Bernau/Chieming - Maxi aus Bernau und Monika aus Hart sind an Blutkrebs erkrankt, doch bei den Typisierungsaktionen zeigte sich jetzt, wie gewaltig die Hilfsbereitschaft in der Region ist - und für Monika gibt es jetzt den passenden Spender.

Die allerwichtigste Nachricht zuerst: Für die 60-jährige Monika aus Hart bei Chieming ist ein passender Spender gefunden worden, ein sogenannter genetischer Zwilling. "Noch im November hat sie einen Termin zur Blutransfusion im Klinikum Großhadern", so Georg Hunglinger, Schirmherr der Typisierungsaktion in Hart, gegenüber chiemgau24.de. "Der Spender passt perfekt. Die beiden hatten sogar die gleichen Kinderkrankheiten."


Insgesamt 1857 Typisierungen und über 45.000 Euro Spendengelder

Am Sonntag zeigte sich, wie groß Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt in der Region sind. In Bernau und Hart wurde zu Typisierungsaktionen gegen Blutkrebs aufgerufen. 1576 Spender kamen zur Feuerwehr nach Bernau und registrierten sich über einen einfachen Wangenabstrich. In Hart ließen sich 281 Menschen mittels einer Blutabnahme typisieren. Begleitet wurden die Typisierungen von der DKMS in Bernau und der AKB in Hart - trotz der unterschiedlichen Verfahren landen alle Helfer aber in der gleichen weltweiten Spenderkartei.


"Es war irre, wie viele Leute gekommen sind", ist Nadine Prassberger noch heute begeistert. Sie organisierte die Typisierungsaktion für den 26-jährigen Maxi in Bernau mit. "Leider mussten wir auch viele abweisen, weil sie zu alt oder zu leicht waren, oder weil sie Diabetes haben", erzählt Prassberger. Auch die Geldspenden, die in Bernau gesammelt wurden und komplett an die DKMS gehen, können sich sehen lassen. 14.295 Euro landeten allein am Sonntag in der Spendenbox. Dazu kommen 2600 Euro durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen und weitere 4000 Euro, die schon im Vorfeld gesammelt wurden. 

Auch Georg Hunglinger spricht von einer "gewaltigen Spendenbereitschaft" in Hart. Zu den rund 20.000 Euro, die man in den vorigen Wochen sammelte, kamen am Sonntag nochmal circa 5000 Euro. "Und auch jetzt wird noch immer gespendet". Die Gelder aus Hart fließen an die "Stiftung Aktion Knochenmarkspende" (AKB), denn jede Typisierung kostet sie 35 Euro. Hunglinger berichtet, dass außerdem viele der sogenannten Typisierungspakete an die Goaßlschnalzer aus Seeon weitergegeben wurden: So kann man mit Hilfe eines Arztes auch unabhängig von großen Typisierungsaktionen mitmachen. Die Pakete werden beim anstehenden Christbaumverkauf in Seeon verteilt. 

xe

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