Norwegische Sportstars bei Bernau verunglückt

Zwei Olympiasieger stürzen bei hohem Tempo von Fahrrad

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Simen Spieler Nilsen (li.) und Sverre Lunde Pedersen wurden bei einem Fahrradunfall bei Bernau verletzt.

Bernau am Chiemsee - Zwei Olympiasieger und Mitglieder der norwegischen Nationalmannschaft im Eisschnelllaufen sind bei einem Fahrradunfall am Mittwochnachmittag, 25. September, erheblich verletzt worden. 

UPDATE: Unfall bereits am Dienstag

Wie die Polizei nachträglich noch bekannt gab, ereignete sich der Unfall nicht wie ursprünglich gemeldet am Mittwoch, 25. September, sondern bereits am Dienstag, 24. September, gegen 15.20 Uhr.

UPDATE, 10.10 Uhr - Das sagt der Sportmanager

Der Unfall am Mittwochnachmittag passierte übrigens während einer Trainingseinheit. Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte Spieler Nilsen bei dem Sturz neben Abschürfungen und einem Schlag auf den Rücken auch eine Gehirnerschütterung erlitten haben. "Simon blickt bereits wieder nach vorne und ist froh, dass der Unfall nicht noch schlimmer ausgegangen ist", sagte Sportmanager Lasse Sætre. Pedersen dürfte auch ohne Brüche davon gekommen sein.

"Leider gehören Verletzungen zum Sport, aber das ist unglaublich bitter vor allem für Simen, der nach einer Verletzung in der vergangenen Saison gerade erst zurückgekommen war", so Sætre weiter. Beim norwegischen Verband hofft man, dass beide Sportler in ein paar Wochen wieder voll einsatzfähig sind. Die Weltcup-Saison der Eisschnellläufer beginnt heuer am 15. November mit den Wettkämpfen in Minsk (Weißrussland).

UPDATE, 8.25 Uhr - Zwei Olympiasieger bei Unfall verletzt

Bei den beiden Sportlern handelt es sich um die norwegischen Eisschnelllauf-Stars Sverre Lunde Pedersen (27) und Simen Spieler Nilsen (26), wie rosenheim24.de nun erfahren hat. Die beiden haben in ihrer Karriere bereits große Erfolge gefeiert - den größten mit Sicherheit bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyoengchang, als sie gemeinsam mit ihren Kollegen Havard Bokko und Sindre Henriksen in der Teamverfolgung die Goldmedaille gewannen. Pedersen gewann in Pyoengchang darüber hinaus über 5.000 Meter die Bronzemedaille und wurde außerdem heuer bei der Einzelstrecken-WM in Inzell über die selbe Distanz Weltmeister.

Die beiden seien "mit hoher Geschwindigkeit" auf einer asphaltierten Straße unterwegs gewesen, als der Unfall am Mittwochnachmittag passierte, wie der norwegische Eisschnelllauf-Verband (Norwegian Skating Association) in einer Pressemitteilung auf seiner Homepage bestätigte. Beide seien durch den Unfall "stark geschockt" und hätten sich in den Krankenhäusern in Prien beziehungsweise Traunstein bereits ersten Untersuchungen unterzogen.

Die Olympiasieger aus Norwegen mit Havard Bokko, Sindre Henriksen, Simen Spieler Nilsen und Sverre Lunde Pedersen bei der Medaillenübergabe in Pyoengchang (von links).

Die Erstmeldung:

Zwei Mitglieder der norwegischen Nationalmannschaft im Eisschnelllaufen sind bei einem Fahrradunfall am Mittwochnachmittag, 25. September, ersten Erkenntnissen zufolge schwer verletzt worden. 

Eine aus vier Personen bestehende Gruppe befuhr mit ihren Rädern die Kreisstraße RO14 (Aschauer Straße) von Aschau im Chiemgau kommend in Richtung Bernau, wie die Polizei in Grassau nun mitteilte. Kurz vor dem Ortseingang Bernau passierte - bei einem schnellen Sprint - das folgenschwere Malheur: Ein Team-Mitglied kam ins Straucheln und verlor die Kontrolle über sein Fahrrad. Er touchierte den neben ihm fahrenden Mannschaftskameraden und beide Radfahrer stürzten zu Boden.

Beide Männer wurden dabei nach Angaben der Polizei schwer verletzt. Die beiden wurden nach einer Erstversorgung vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Auch ein Rettungshubschrauber war an der Unfallstelle im Einsatz. Um welche Sportler es sich genau handelt, gab die Polizei nicht bekannt.

mw/Polizei Grassau

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