Falschparker war lang gesuchter Todesfahrer

Bernau - Weil er an der Anschlussstelle Felden seinen Sattelzug zum Besuch eines Discounters verbotswidrig abstellte, erregte ein Bulgare (55) die Aufmerksamkeit der Polizei,

Nachdem er wegen des Verkehrsverstoßes zur Anzeige gebracht wurde und er bereits zähneknirschend die Sicherheitsleistung für die zu erwartende Geldbuße leistete, kam es für den Fernfahrer noch dicker. Die Beamten überprüften seine Personalien im Fahndungscomputer, welcher prompt einen Treffer ausspuckte.

So wird er seit einem knappen Jahr von Interpol Kiew mit internationalem Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung gesucht. Er verursachte im Jahr 2012 in der Ukraine einen Verkehrsunfall, bei dem eine Person getötet und zahlreiche Personen verletzt wurden.

Da er nach seiner U-Haft für die ukrainische Justiz nicht mehr greifbar war, wurde nun international nach ihm gefahndet. Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft München wird er dem zuständigen Richter vorgeführt und anschließen in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, wo er auf seine Auslieferung in die Ukraine warten muss. Dort erwarten ihn bis zu acht Jahren Freiheitsstrafe.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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