Amtsbekannter Randalierer vor Gericht in Rosenheim

34-fach vorbestrafter Bernauer wandert erneut ins Gefängnis

Rosenheim - Ein 49-jähriger Mann aus Bernau ist bereits 34 Mal vorbestraft und saß bereits wiederholt im Gefängnis. Jetzt musste er erneut vor dem Amtsgericht antreten. Und Reue zeigte der amtsbekannte Randalierer - wie erwartet - kaum.

Wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet, wurde jetzt ein Fall verhandelt, wo der Mann den Sohn der Mieterin der Nachbarwohnung seines Hauses mehrfach geschlagen haben soll. Zumindest behauptete dies der 21-Jährige vor Gericht. Der Angeklagte konnte sich lediglich "erinnern", diesen gestoßen zu haben. Schließlich habe er zu diesem Zeitpunkt bereits eine halbe Flasche Kirschlikör getrunken gehabt.

Als die Mutter des 21-Jährigen eingriff und schlichten wollte, bekam auch sie einen Schlag ab und prallte dabei laut dem Bericht so unglücklich gegen die Wand, dass sie sich dabei einen Finger brach. Dies würde sie noch heute beeinträchtigen, obwohl das Ganze bereits im Frühjahr passiert sei, hieß es nun im Prozess. Zeugen bestätigten die Version der Mutter, die Auseinandersetzung zwischen Sohn und Angeklagtem hatte jedoch niemand beobachtet. Bei der Mutter entschuldigte sich der Angeklagte ausdrücklich, was ihm letztlich beim Strafmaß zugute kommen sollte.

Da die Tat unter offener Bewährung stattfand, wurde gemeinsam mit der letzten Verurteilung eine neue "Gesamtstrafe" gebildet. Amtsrichter Wolfgang Fiedler verdonnerte den Bernauer zu sechs Monaten Gefängnis - aufgrund der vielen Vorstrafen natürlich ohne Bewährung. Der Richter stellte laut OVB klar: "Sie haben noch nicht ein einziges Mal eine Bewährung durchgestanden. Also verbüßen Sie nun die entsprechende Gesamtstrafe und kommen Sie mir nie mehr hier unter die Augen!"

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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