Ringkanal-Sanierung im Chiemsee

Rohre teilweise um 40 Meter verschoben

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Chiemsee - Der Ringkanal war vor 30 Jahren eines der größten Bauprojekte in der Region. Jetzt müssen die knapp 30 Kilometer langen Rohre dringend repariert werden - und das kann richtig aufwendig werden: 

Seit 30 Jahren leiten die Gemeinden am Chiemsee ihre Fäkalien durch die 28 Kilometer langen Rohre im See. Diese werden von massiven Betonringen an der richtigen Stelle gehalten.

Eigentlich, denn wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet, haben sich i m Laufe der Zeit die Rohre an einigen Positionen vom Seegrund gelöst und seien aufgeschwemmt worden.

Gewisse Verschiebungen wurden beim Bau des Ringkanals sogar eingeplant. D as aktuelle Ausmaß macht jedoch eine Sanierung unausweichlich. Denn im Augenblick liegen laut Oberbayerischem Volksblatt teilweise längere Bereiche der Kunststoff-Leitungen ohne Halterung im See. Und das teilweise gut 40 Meter von der ursprünglichen Position entfernt. Es besteht somit die Gefahr, dass die Rohre brechen.

Gase als Ursache?

Ein möglicher Grund für das Aufschwemmen des Rohres zwischen den beiden Gemeinden könnten Gase sein. Diese bilden sich, wenn Fäkalien längere Zeit im Rohr bleiben. Die Leitung wird daher regelmäßig mit Seewasser gespült.

Oder ist das Pumpwerk Schuld? Dies hält der Geschäftsführer des Abwasser- und Umweltverband Chiemsee, Thomas Weimann für denkbar. Denn auch an dieser Anlage nagt nach 30 Jahren der Zahn der Zeit. Es bestehe die Möglichkeit, dass der Pegel in den Pumpen so stark gefallen sei, dass Luft in das Rohr geleitet wurde.

Maßnahme wirklich umsetzbar?

Bis zum April sollen die Rohre nun von 180 großen Sandsäcken, die mit Beton gefüllt werden, an Ort und Stelle gehalten werden. Diese jeweils 390 Kilogramm schweren Spezialanfertigungen werden zwischen Felden und Harras sowie Stock über die Leitungen gelegt werden.

Dafür sei jedoch eine Arbeitsplattform mit Bagger erforderlich, die momentan nicht vorhanden sei, so Weimann. Sollte diese Maßnahme im Frühjahr daher nicht möglich sei, müsse eine Alternative gefunden werden.

Kredit über 800.00 Euro eingeplant

Die geplanten Arbeiten werden voraussichtlich einen hohen Geldbetrag verschlingen. Der Abwasser- und Umweltverband Chiemsee (AUV), will deshalb, einen Kredit in Höhe von 800.000 Euro aufnehmen.B etroffen sind die Gemeinden Bernau, Breitbrunn, Chiemsee, Gstadt, Prien, Rimsting, Chieming, Grabenstätt, Seeon-Seebruck und Übersee.

Den vollständigen Artikel lesen Sie unter ovb-online.de oder in der gedruckten Ausgabe Ihrer OVB-Heimatzeitung

kil

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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