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Nach jahrelangem Streit auf Fraueninsel

Platte verdeckt ab sofort umstrittene Inschrift auf Jodl-Grab

Platte verdeckt umstrittene Inschrift auf Jodl-Grab
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Platte verdeckt umstrittene Inschrift auf Jodl-Grab

Fraueninsel - An dem umstrittenen Gedenkstein für den Wehrmachtsgeneral Alfred Jodl auf der Fraueninsel im Chiemsee haben Unbekannte eine Steinplatte angebracht, die den vollen Namen und Dienstgrad Jodls verdeckt.

"Die Platte ist drauf", sagte der neu gewählte Bürgermeister von Chiemsee, Armin Krämmer, am Donnerstag auf Anfrage. Sie trage die Aufschrift "Familie Jodl". Wer die Platte anbrachte, könne er nicht sagen. Er habe die neue Steinplatte vor etwa eineinhalb Wochen entdeckt, sie sei professionell angebracht worden, sagte Krämmer. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuerst berichtet.

Um das Grab auf dem Friedhof der Insel gibt es seit Jahren Streit. Auch der Landtag hatte sich damit beschäftigt. Jodl selbst liegt dort nicht begraben, sondern seine beiden Ehefrauen. Seine Asche wurde nach seiner Hinrichtung als Kriegsverbrecher in die Isar gestreut. Auf dem Gedenkstein in Kreuzform standen - nun verdeckt - seine Lebens- und Sterbedaten, die Darstellung des Eisernen Kreuzes sowie sein Militärrang eines Generalobersts.

Der Künstler Wolfram Kastner hatte dies als illegales Ehrenmal gesehen und in mehreren Aktionen dagegen protestiert. Im Mai 2015 brachte er eine Tafel an mit der Aufschrift: "Keine Ehre dem Kriegsverbrecher!" Später bemalte er Teile der Grabstätte mit roter Farbe. Auf eine Platte, wie sie nun angebracht wurde, hatten sich laut "Süddeutscher Zeitung" der vorherige Inselbürgermeister und ein Nachfahre von Jodls zweiter Frau 2018 geeinigt, doch der Gemeinderat hatte dem nicht zugestimmt.

dpa

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