Gasbohrung: Bürgermeister beziehen Stellung

Breitbrunn/Eggstätt - Auch die Bürgermeister der benachbarten Gemeinden haben sich jetzt wegen den geplanten Erdgasbohrungen in einer Stellungnahme an das Bergamt gewandt.

Auch der Gemeinderat von Breitbrunn lehnt die Bohrungen ab. Auf die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte sind viele stolz: die Gemeinden rundherum, der Landkreis Rosenheim und die Regierung Oberbayern. Sie alle rühmen sie immer wieder als eine der wertvollsten Naturlandschaften Bayerns. Doch nun scheint dieser Einklang bedroht, weil das österreichische Unternehmen RAG zusammen mit der Bayerngas dort nach Erdgas bohren möchte. Der Antrag auf Genehmigung liegt beim Bergamt. Deshalb wandten sich die Bürgermeister von Breitbrunn, Eggstätt, Prien und Rimsting jetzt in einer gemeinsamen Stellungnahme an die Regierung von Oberbayern und das Bergamt. Sie lehnen die geplanten Bohrungen ab und führen gewichtige Gründe ins Feld: Zum einen komme das Trinkwasser zum Teil aus diesem Gebiet, zum anderen könne die Fließrichtung und Verästelung der Wasserströme durch die Bohrungen gestört werden, das wiederum könnte fatale Folgen für die Bestimmung der genauen Grenzen der Schutzgebiete haben. Nicht zuletzt könnten durch die Erdgasbohrung "mehrere Schutzschichten der Grundwasser-Fließströme durchbohrt werden und dadurch die Verunreinigung der Trinkwasserreservoire und die Versickerung (Austrocknung) von Grundwasserströmen nicht ausgeschlossen werden", so die Bürgermeister.

Bilder von der Protestbewegung:

Demonstration am Langbürgner See

Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz
Am Rande einer TV-Live-Übertragung demonstrierten Hunderte gegen die geplanten Erdgas-Probe-Bohrungen am Langbürgner See. © cz

Zwar hat die Bohrfirma die Vertreter der "Bürgerinitiative gegen Gasbohren" und den Breitbrunner Bürgermeister Johann Thalhauser zu Gesprächen über alternative Bohrstandorte eingeladen, doch die vier Bürgermeister sehen in einer Standortverlegung "keine abschließende Problemlösung", weil die angeführten Ablehnungsgründe so weiter bestehen blieben.

Für den Fall, dass die Genehmigung der Bohrung trotz der vorgebrachten Bedenken und Einwände erfolge, verlangen sie eine "volle und umfassende Mitsprache sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Errichtung, Abschirmung und Nutzung des Bohrplatzes und des Bohrgebietes".

Parallel zu dieser Stellungnahme der vier Bürgermeister haben sich auch die Breitbrunner Gemeinderäte ebenfalls

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an das Bergamt gewandt und das Bohrvorhaben der RAG abgelehnt. Neben natur- und wasserschutzrechtlichen Gründen führen sie vor allem "die hervorgehobene Stellung des Bergbauamtes bei der Genehmigung von Bohrmaßnahmen" ins Feld. Weil dieses Verfahren in ihren Augen auf völlig unzeitgemäßen Vorschriften und Gesetzen beruhe, unterstützt der Gemeinderat "die auf Bundesebene initiierte Änderung des Genehmigungsverfahrens" und fordert eine gesetzliche Verankerung der Beteiligung aller wichtigen Behörden. Solange die Gespräche zwischen RAG und Bürgerinitiative nicht abgeschlossen sind, ruht der Genehmigungsantrag beim Bergamt. Als letzter Termin hierfür war Weihnachten vorgesehen.

püh/Chiemgau-Zeitung

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