Straßenbau in Prien am Chiemsee

Kampenwandstraße sorgt weiter für großen Ärger

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Prien am Chiemsee - Der Ärger der Bürger an der Kampenwandstraße über die Bauarbeiten nimmt kein Ende. Sie fürchten, dass sie für die Maßnahme tief in die Tasche greifen müssen: 

Rund zwei Monate nach dem Beginn der Arbeiten zur Erschließung der Kampenwandstraße ist die Maßnahme im ersten Bauabschnitt so gut wie abgeschlossen. Am kommenden Montag sollen die Arbeiten hier beendet werden. Nun seiendie Bauarbeiten im Bereich zwischen den Einmündungen der Staufen- und Spitzsteinstraße gestartet, berichtet das Oberbayerische Volksblatt. Dieses Teilstück soll im Juli wieder für den Verkehr frei sein. 

Das Projekt des Marktes Prien sei hoch umstritten gewesen, schreibt die Zeitung weiter. Die Gemeinde und die Politik erklärte die Maßnahme als Ersterschließung. In so einem Fall können die Kosten zu 90 Prozent auf die Anwohner übertragen

Welchen Betrag die 181 Eigentümer auf den 60 betroffenen Grundstücken an der Kampenwandstraße am Ende bezahlen müssen, sei noch unklar, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Noch müssen die endgültigen Rechnungen der Baufirmen abgewartet werden. Bei der endgültigen Kalkulation der zu zahlenden Beiträge fließt unter anderem die Grundstücksgröße eine Rolle. 

Im Gespräch mit rosenheim24.de erklärte Bürgermeister Seifert Anfang des Jahres, dass die Kosten für den Straßenbau nicht vor dem November 2017 vorlagen. Es habe Gerüchte gegeben, dass die Kosten für die Anlieger im fünfstelligen Bereich liegen würden. Tatsächlich sei davon auszugehen, dass sich die Beträge zwischen 4.000 und 6.000 Euro bewegen. Diese werden von 2018 bis 2020 je zu einem Drittel auf die Anwohner umgelegt. "Größere Grundstücke kosten natürlich mehr, Wohnungen dagegen weniger.", sagte Seifert.

Zankapfel seit den 1960er Jahren?

Die Kampenwandstraße wurde in den 1960er Jahren gebaut. Damals wurde die Maßnahme aber nicht als Ersterschließung deklariert. Nur einige wenige Anwohner in der Nähe der Hochriesstraße mussten die Vorausleistungen auf den Erschließungsbeitrag zahlen. Und diese Gelder werden nun auf die kommenden Bescheide angerechnet.

Erst Anfang des Jahres veranstaltete die Stadtverwaltung eine Informationsveranstaltung, auf der insbesondere die Informationspolitik des Bürgermeisters Jürgen Seifert kritisiert wurde. So seien 2016 und 2017 Informationsveranstaltungen angekündigt worden, die nie stattgefunden hätten. Auf diesen Vorwurf antwortete Seifert, er habe damals selbst nicht genügend Informationen gehabt. 

Den vollständigen Artikel lesen Sie unter ovb-heimatzeitungen.de oder in der gedruckten Ausgabe Ihrer OVB-Heimatzeitung. 

kil

Rubriklistenbild: © Symbolbild

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