Motto „Einfach dahoam sein“ im Eichental

„Idealer Zeitpunkt, um Neues zu schaffen“: Junges Wirtspaar belebt Priener Schützenwirt

Neue junge Wirtsleute als Pächter für den Priener Schützenwirt im Eichental
+
Jonas Spensberger und Vanessa Trichas sind die neuen Wirtsleut im Priener Schützenwirt im Eichental.

Prien am Chiemsee - Jonas Spensberger und Vanessa Trichas wollen neuen Schwung in die Räumlichkeiten des Schützenwirts bringen. Das Ziel der jungen Wirtsleute: Eine „Perle in weiß-blau“, die Moderne und Tradition in traumhafter Lage im Eichental vereint.

Jonas Spensberger und Vanessa Trichas (24) haben über die vergangenen Jahre ausreichend Erfahrung im Gastgewerbe gesammelt und wagen nun den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit dem Schützenwirt im Eichental in der Gemeinde Prien haben sie das ideale Objekt gefunden, um ihre Vorstellungen vom eigenen Wirtshaus zu verwirklichen - als „bayerisch-österreichische Kombo“, wie der 29-Jährige lachend gegenüber rosenheim24.de erzählt.

Jonas kommt ursprünglich aus Wasserburg am Inn, seine Freundin Vanessa stammt aus Innsbruck. Das junge Wirtspaar befindet sich im Endspurt mit Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten im Schützenwirt. Die Priener Schützengesellschaft, der das Gebäude gehört, stand den jungen Wirten tatkräftig zur Seite, als darum ging, den Biergarten herzurichten. Vorgesehen ist im Erdgeschoss die Wirtsstubn samt Biergarten zu betreiben und im ersten Stock Fremdenzimmer anzubieten. Im Obergeschoss möchten sich die jungen Pächter selbst ein Zuhause einrichten.

Bayerische Klassiker wie die Brotzeit dürfen im neuen Schützenwirt im Eichental in Prien am Chiemsee nicht fehlen.

Schützenwirt im Eichental: Neue Wirtsleute sehen Corona als Chance

Mit dem Standort Prien und dem Chiemsee liebäugelt Jonas bereits seit Jahren. Dass das jetzt mit dem Schützenwirt realisiert werden kann ist in seinen Augen „Weltklasse“. Den Schützenwirt inmitten der Corona-Krise zu pachten, stellt für ihn kein Problem dar: „Warum nicht in Zeiten von Corona gründen? Wir haben nichts verloren, der Lockdown ist vorüber und wir müssen keine Altlasten stemmen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um Neues zu schaffen und wir sehen Corona als Chance, um uns unseren Lebenstraum im Eichental zu erfüllen.“

Freilich habe man Respekt vor dem Virus, doch die jungen Wirte legen ihr Augenmerk auf ein genaues Abstands- und Hygiene-Konzept: „Wir wollen, dass sich sowohl unsere Gäste als auch das Team wohl fühlen. Wertschätzung und Menschlichkeit stehen an erster Stelle. Uns ist es wichtig, dass es zwischenmenschlich passt und die Gaststubn authentisch ist", unterstricht Jonas. So möchte er beispielsweise den Priener Schützen als Verpächter ihre ganz persönlichen Note im Schützenwirt verleihen.

Schützenwirt im Priener Eichental ab Oktober unter neuer Führung

Was das Gasthaus selbst angeht, so wollen die beiden den Bogen spannen zwischen einer modernen und einfachen bayerischen Wirtsstubn: Neben zehn bayerischen Klassikern - ob Zwiebelrostbraten, Schweinsbraten oder Knödelgröstl - soll es auf der wechselnden Monatskarte auch ausgefallenere Gerichte wie hausgemachte gefüllte Maultaschen oder vegetarische Krautwickerl geben. Spätestens im Sommer 2021 schwebt Jonas ein zünftiger Biergartenbetrieb vor, mit gemütlicher Musi und Blick ins Grüne, Steckerlfisch und Haxn, die sich auf dem Grill unter den Kastanien drehen.

Bis zur Eröffnung wird es allerdings noch bis Anfang/Mitte Oktober dauern. Die Wirtsleut sind derzeit noch auf der Suche nach Personal: Die Posten für Küchenchef/in, Koch oder Köchin sowie Kellner sind aktuell noch unbesetzt. Infos über den aktuellen Stand beim Schützenwirt gibt es auf der Instagram-Seite, die laufend aktualisiert wird.

Das Motto „Einfach dahoam sein“ stellt ein Lebensgefühl für die beiden dar, wie Jonas betont: „Moderne und Tradition sollen im traumhaften Eichtental vereint werden und unser Langzeit-Ziel ist es, eine Perle in weiß-blau hier zu verwirklichen. Das ganze Projekt stellt auch ein stückweit eine Suche nach der bayerischen Identität dar. Ich möchte mir nicht anmaßen, zu sagen, im Schützenwirt ist das urige echte Bayern zuhause. Aber die Leute sollen fühlen, dass sie ganz nah dran sind.“

mb

Kommentare