Infoabend der Freien Wähler Rimsting

Mary Fischer wirft Hut für Bürgermeisterwahl in den Ring

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Rimsting - Beim Infoabend der Freien Wähler kündigte Mary Fischer ihre Kandidatur für die Bürgermeisterwahl 2020 an.

Pressemeldung im Wortlaut

Hocherfreut war Fischer über das Interesse am politischen Infoabend zu „FREIE WÄHLER – 1 Jahr Regierungsbeteiligung“. Parteikollege Stephan Bruhn aus Oberaudorf stellte die Situation auf dem Immobilienmarkt und die Folgen des Siedlungsdruckes aus München für die Region umfassend dar. Auf dem freien Markt werden im Landkreis Rosenheim je nach Lage Grundstücke für 1.000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, im Landkreis Miesbach für 1.200 Euro pro Quadratmeter. 

Die Preise für Bauland im Einheimischen Modell bewegen sich erschlossen auf 300 Euro pro Quadratmeter zu. Der Traum vom Eigenheim ist für Normalverdiener schnell ausgeträumt. Die steigenden Mietpreise verhindern, dass dringendst benötigte Fachkräfte im Bereich Pflege, Erziehung, Verwaltung und Handwerk sich kaum ansiedeln. Dem Wohnraummangel könne man derzeit mit gefördertem kommunalem Wohnungsbau begegnen, langfristig jedoch müssen sich die verantwortlichen Politiker Gedanken machen, was den Bürgern in den Gemeinden noch zumutbar sei. Sepp Lausch, Landwirt und Biogasfachberater aus Großkarolinenfeld stellte fest „Eine Rückkehr zur kleinteiligen Landwirtschaft von Früher, wie sie von Ökoparteien gefordert wird, gibt es nicht.“

Das sei eine Illusion, weil kein Landwirt davon leben könne und der Verbraucher nicht bereit sei, entsprechend hohe Preise zu bezahlen, damit sich die Landwirtschaft rentiere - auch nicht für Bio-Produkte. Lausch bedauerte, dass der Wert der ausreichenden Lebensmittelsicherheit zu wenig geschätzt werde. Bei Lebensmittelimporten aus dem Ausland könne man schließlich kaum auf CO2-Neutralität bei der Herstellung, auf Tierwohl, strenge Umweltschutzrichtlinien und Dokumentationspflichten pochen, so wie sie den Bauern hierzulande abverlangt werden. 

Sepp Hofer stellte sich als Kandidat für das Amt des Landrates vor und bekräftigte seinen Willen weg von Bürokratie hin zu pragmatischen Lösungen. Viel Diskussionsbedarf gab es zur Problematik um den Brennernordzulauf für den Landkreis und insbesondere für das Inntal. Es stellte sich die Zukunftsfrage, ob denn auch ein viergleisiger Ausbau von Rosenheim nach Salzburg im Raum stünde? 

Mary Fischer, Mitglied des Landesvorstandes der FREIEN WÄHLER BAYERN schaute auf ein Jahr Regierungsarbeit zurück. Viele Versprechen konnten bereits eingelöst werden: Abschaffung der STRABS und Einrichtung eines Härtefallfonds von 50 Mio. Euro – abrufbar bis 31.12.2019, Übernahme von 100 Euro Kitagebühren für jedes Kind, Neueinstellung von 500 Polizisten jährlich und 5.000 Lehrer über die gesamte Legislaturperiode, Niederlassungsbonus und Einrichtung von Studiengängen für Hebammen, sowie Schwimmbad- und Gaststättenförderprogramme. 

Mary Fischer wirft ihren Hut um das Bürgermeisteramt in Rimsting in den Ring 

Am Schluss der Veranstaltung kündigte Mary Fischer ihre Kandidatur um das Amt der Bürgermeisterin in Rimsting an. Am 3. Dezember sei die offizielle Nominierung und Aufstellungsversammlung mit einer eigenen kleinen, aber hervorragend besetzten FREIE WÄHLER Liste für Gemeinderatskandidaten in Rimsting geplant. Fischer war 2015 zu den FREIEN WÄHLERN gewechselt und fasste in der Partei sehr schnell Fuß. 

Mittlerweile ist sie Mitglied im Landesvorstand Bayern und in der Bezirksvereinigung Oberbayern. Nach einer für eine Neueinsteigerin recht erfolgreichen Landtagskandidatur ist sie zweite Nachrückerin geworden. Für die Gemeinde wird das eine echte Herausforderung: eine Frau aus Greimharting, die ihre Wurzeln in Rimsting hat. Sie will in das Amt der Bürgermeisterin gewählt werden, weil man Vertrauen in ihr Können und ihre zwölfjährige Erfahrung als Gemeinderätin setzt, für Rimsting nachhaltig und erfolgreich zu arbeiten.

Pressemeldung Freie Wähler Rimsting

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