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Ministerin reagiert empört

Apres-Ski in Kitzbühel: „Runtastic“-Gründer feiert feucht-fröhliche Corona-Party

Vor dem Ski-Weltcup in Kitzbühel
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In Kitzbühel soll es am Samstag (15. Januar) zu einer feucht-fröhlichen Corona-Party gekommen sein.

Keine Masken, keine Abstände und viel Alkohol: In einer Bar im österreichischen Corona-Hotspot Kitzbühel soll es am Samstag (15. Januar) zu einer wilden Party gekommen sein. Im Mittelpunkt des Geschehens: Der Millionär und „Runtastic“-Gründer Florian Gschwandtner.

  • Im österreichischen Kitzbühel soll sich bei einer Apres-Ski-Party nicht an die geltenden Corona-Regeln gehalten worden sein
  • Unter den Gästen: Unternehmer Florian Gschwandtner
  • Die Tourismusministerin reagiert empört

Kitzbühel (Tirol) - Auf einem Video, das dem österreichischen Unternehmer zugeschrieben wird, sieht man Leute auf engstem Raum beim Trinken und Tanzen. Die Gäste stehen auf der den Tischen, feiern zu Apres-Ski-Hits und genießen die Party.

Corona-Party in Kitzbühel: Ministerin reagiert empört

Der Clip von Gschwandtner wurde binnen kurzer Zeit mehrfach im Netz geteilt, und rief im Nachbarland empörte Reaktionen hervor. So kritisierte Elisabeth Köstinger (ÖVP) laut des Voralberger Nachrichtenportals vol.at „schwarze Schafe“ in der Gastronomie. „Ich habe absolut kein Verständnis für Gastronomen, die mit solchen unbegreiflichen Regelverstößen die gesamte Wintersaison aufs Spiel setzen. Ich kämpfe seit Monaten Seite an Seite mit den Gastronomie- und Tourismusbetrieben um die Existenz.“

„Dieses Verhalten ist eine Gefahr für die gesamte Branche“, so die Ministerin. Köstinger fügte gegenüber der „Kleine Zeitung“ an, dass Betreiber solcher Lokale wegen solcher Aktionen mitzuverantworten hätten, dass Österreich als Hochrisikoland eingestuft wurde. Dadurch würde dem Tourismus ein immenser Schaden zugefügt.

Mit Blick auf das Party-Video aus Kitzbühel zeigte sich die Ministerin wütend: „Umso mehr schockieren mich diese Bilder.“ Köstinger betonte, dass Betriebe, die gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen würden, ihre Hilfen vom Staat zurückzahlen müssten. „Das Innenministerium hat die Kontrollen verschärft und es muss hart durchgegriffen werden.“

Polizei ermittelt zu Corona-Party in Kitzbühel

Laut der „Kronen Zeitung“ ermittle im Fall der Party in Kitzbühel jetzt die Polizei. Ein Sprecher des Innenministeriums gab gegenüber der Zeitung an, dass man bereits Kenntnis von dem Video habe. Die Landespolizeidirektion in Tirol ermittle zu dem Fall. Überprüfungen zum Sachverhalt seien bereits in Arbeit. „Das im Video offensichtlich erkennbare Après-Ski-Lokal wird jedenfalls auch laufend kontrolliert.“

Apres-Ski in Corona-Zeiten ein sensibles Thema

Die Causa Apres-Ski gilt in Österreich seit dem Beginn der Pandemie im Bezug auf die Verbreitung des Coronavirus als höchstsensibles Thema. Damals war vor allen Dingen der beliebte Urlaubsort Ischgl ins Zentrum der allgemeinen Wahrnehmung gerückt. Besonders die Après-Ski-Lokale des Ortes galten als ein Ausgangspunkt für die erste Corona-Welle in Europa. 

Damals steckten sich dort und in anderen Wintersportorten in Tirol binnen eines Monats mehr als 6000 Menschen aus 45 Ländern mit dem Coronavirus an. Die in ihre Heimatländer zurückgekehrten Wintersportler verbreiteten das Virus in ganz Europa.

Das „Kitzloch“, eines der angesagtesten Après-Ski-Lokale des Ortes

Im Dezember 2022 dann die nächste Hiobsbotschaft: Wegen eines Corona-Falls im bekannten Lokal „Kitzloch“ im österreichischen Skigebiet Ischgl hatten Behörden einen öffentlichen Aufruf an Gäste der Bar gestartet. Personen, die sich am vorigen Donnerstag oder Freitag dort aufhielten, sollten sich testen lassen und zwei Wochen lang FFP2-Masken tragen sowie Menschenansammlungen meiden, hieß es am Montag vom Land Tirol.

„Runtastic“-Gründer bezieht Stellung

Doch zurück zur Party in Kitzbühel: Gschwandtner selbst hatte den Party-Clip kurze Zeit später von seinem Socia-Media-Auftritt entfernt. Am Sonntag (16. Januar) entschuldigte er sich in einer Stellungnahme auf Instagram. „In der heutigen, für uns alle schwierigen Zeit, war es ein Fehler nach einem Skitag noch mit Freunden am Après Ski teilzunehmen. Es tut mir leid, meiner Vorbildfunktion hier nicht gerecht geworden zu sein“, so der Unternehmer, der mit der Gründung der Fitness-App „Runtastic“ bekannt wurde. Die App hatte er 2009 zusammen mit Partnern gegründet und fungierte als Geschäftsführer. 2015 wurde das Unternehmen für satte 220 Millionen Euro an Adidas verkauft.

Aufgrund der aktuellen Corona-Regeln in Österreich ist Apres-Ski stark eingeschränkt. Barbetrieb ist verboten, auch dürfen Speisen und Getränke nur an vom Personal zugewiesenen Sitzplätzen eingenommen werden. Für die Angestellten gilt zudem verpflichtend das Tragen einer FFP2-Maske und ein 3G-Nachweis. Für Gäste ist dagegen 2G nötig. Abseits des Sitzplatzes ist auch von Gästen eine FFP2-Maske zu tragen. Die Sperrstunde gilt ab 22 Uhr.

Österreich verzeichnet neues Allzeit-Hoch an Corona-Neuinfektionen

Am Sonntag (16. Januar) hatte Österreich mit 15.419 Neuinfektionen ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Mit der bundesweit zweithöchsten Sieben-Tage-Inzidenz von 1740 ist Tirol im Moment stark vom Coronavirus betroffen.

fgr

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