Gedenkveranstaltung für Dr. Martin Geiger am Wendelstein

Marterl erinnert nun an tragischen Tod von Wasserburgs Altbürgermeister

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Ein Marterl am Wendelstein erinnert nun an Wasserburgs Altbürgermeister Dr. Martin Geiger, der beim Wandern abseits markierter Wege über die Felsen der Salwand in den Tod stürzte.

Brannenburg/Wasserburg - Ein Marterl am Wendelstein erinnert nun an Wasserburgs Altbürgermeister Dr. Martin Geiger, der beim Wandern abseits markierter Wege über die Felsen der Salwand in den Tod stürzte.

Zum Gedenken an Wasserburgs Altbürgermeister Dr. Martin Geiger wurde am Freitag am Wendelstein, am Fuß der Salwand, ein Marterl nahe der Zahnradbahnstation Aipl errichtet. Am 28. September 2016 war Dr. Martin Geiger beim Wandern abseits markierter Wege über die Felsen der Salwand in den Tod gestürzt. Das Marterl konzipierte Gottfried Held auf Basis eines ehemals von Dr. Geiger selbst gefertigten Kreuzes, die Gedenktafel gestaltete der Restaurator Hans-Jörg Linge.

Bürgermeister Michael Kölbl begrüßte die Gäste und dankte allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten, insbesondere seinen Vorzimmerdamen Frau Herker und Frau Hofmeister, sowie den Bauhofmitarbietern, die die Brotzeit organisierten. Pfarrerin Cordula Zellfelder zelebrierte die Andacht, in der die Gäste unter musikalischer Leitung von Pfarrer Peischl am Akkordeon zum Mitsingen eingeladen waren. Johannes Geiger sprach Worte der Erinnerung an seinen Vater im Namen der Familienangehörigen, die sich vor dem Marterl versammelt hatten und bedankte sich zusätzlich bei Bergwacht und Polizei, die damals seinen Vater erst nach langer Suche am nächsten Tag finden konnten.

Gedenkveranstaltung am Wendelstein

Bergkamerad: Es war kein Selbstmord

Dr. Geigers Bergkamerad, Max Seitz, erzählte von der Zeit kurz vor und während des Unglückstags, der einen Tag vor dem Sterbetag Dr. Geigers Ehefrau war, und postulierte, dass das immer noch andauernde Gerücht, dass es sich um Selbstmord gehandelt habe, nach seiner Wahrnehmung nicht stimmen kann. Dr. Geiger sei es zuwider gewesen, Dinge, die er angefangen hatte, nicht abzuschließen, und da gab es eine Reihe von Dingen, die Dr. Geiger noch nicht abgeschlossen hatte, unter anderem die Wiederholung aller Bergtouren, die er mit seiner Familie unternommen hatte. Auch Sindy Limmer, Vorsitzende der Freien Wähler Wasserburg, gedachte ihrem Parteigenossen und gab bekannt, dass eine Initiative zur Benennung eines Gebäudes oder eines Platzes in Wasserburg nach Dr. Geiger gestartet wurde.

Zum Abschluss stimmten nochmals alle Besucher nach DAV-Tradition in den "Alperer" ein, bevor sie sich mit der Zahnradbahn oder zu Fuß zur Talstation begaben, von wo aus der Bus nach Wasserburg zurückfuhr.

Klaus Kubitza

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