Ungewöhnlicher Einsatz für die Brannenburger Polizei

Gerettetes Fuchsbaby beweist, dass es ein echtes Wildtier ist

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Findelfuchs durch Wanderer gerettet
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Brannenburg - Am Samstag (4. Mai) retteten Wanderer ein kleines Fuchsbaby aus einem Bach und lösten einen Polizeieinsatz aus. Das kleine Tier befindet sich nun in Sicherheit und wird liebevoll aufgepäppelt

Zwei Bergwanderer kamen am Samstagabend zur Polizeiinspektion Brannenburg und erbaten dort mit einem ungewöhnlichen Grund Einlass. Sie hatten auf ihrem Weg von der Mitteralm abwärts in Richtung Ortsmitte Brannenburg ein ganz junges Tierbaby aus einem Bachlauf gerettet. Das Tier wurde vermutlich von seinem Rudel getrennt und wäre ohne ihr Zutun wohl ertrunken.

Die Finder vermuteten, es handele sich um einen Wolf. Nach telefonischer Verständigung der Tierrettung war man auf die örtliche Polizei verwiesen worden.

Das kleine Fuchsmädchen wird nun mit der Flasche aufgezogen

Nachdem die Polizeibeamten das Mini-Fellknäuel begutachteten, konnte man die Ähnlichkeit zu einem Wolf /Hund tatsächlich nicht abstreiten, weswegen ein Jagdpächter zur Gattungsbestimmung hinzugezogen worden war. Dieser konnte dann „Entwarnung“ geben und bestimmte das Tierbaby als Fuchsjunges.

Obwohl sich die Finder und nicht minder der aufnehmende Wachbeamte sogleich in das pelzige Findelkind verliebten, wurde es von seinen „Neueltern“ zur weiteren Versorgung ins Tierheim Rosenheim gebracht.

Tierheim darf keine Wildtiere aufnehmen

Das Tierheim darf aber grundsätzlich keine Wildtiere aufnehmen und brachten das kleine Fuchsmädchen in die Reptilien- und Exotenauffangstation, die seit einiger Zeit auch Säugetiere aufnimmt. Der Leiter Dr. Markus Baur zieht gerade zwei kleine Waschbären und ein Kätzchen mit der Flasche groß und kennt zudem auch noch eine Tierärztin, die sich speziell um Wildtiere kümmert, schreibt das Tierheim auf seiner Facebookseite

"Das kleine Fuchsmädchen, das noch auf die Flasche angewiesen ist, durfte daher über Nacht erst mal bei uns bleiben, wurde unter eine Wärmelampe gelegt und mit Welpenaufzuchtfutter gefüttert. Die kleine Dame bewies, dass sie ein echtes Wildtier ist, verlangte lautstark nach ihrer Flasche und beschimpfte dann heftig unsere Mitarbeiterin, weil die Welpenmilch offensichtlich nicht lecker genug war. Trotzdem wurde der Magen voll, satt, trocken und aufgewärmt war die Kleine dann schon wieder recht gut erholt und richtig fit."

Am Sonntag brachten die Mitarbeiter das kleine Findelkind dann nach München in die Auffangstation, wo es nun betreut wird.

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