Public Viewing der "TV-Arena"

TV-Sendung „Jetzt red i“: Brenner-Nordzulauf wird Thema

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Brannenburg - Der Widerstand gegen das Milliardenprojekt ist nun auch in München bekannt geworden. Deshalb kommt die bekannte „TV-Arena“ des bayerischen Rundfunks am 24. April in die Turnhalle der Grundschule in Brannenburg.

Pressemeldung im Wortlaut

Über 100 geladene Bürger können ihre Fragen von 20.15 Uhr bis 21 Uhr live an Politiker der Staatsregierung und der Opposition stellen. Die Gastkarten waren in Minuten vergeben. Deshalb veranstalten die 16 Bürgerinitiativen ab 19 Uhr gemeinsam ein Public Viewing, damit alle dabei sein können, wenn den verantwortlichen Politikern der CSU kräftig eingeheizt wird.

"TV-Arena" macht Brenner-Nordzulauf zum Thema

Der Wahnsinn einer überflüssigen neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die das Erscheinungsbild des Inntals und des Chiemgau zerstören wird, bringt immer mehr Menschen auf die Straße. Die Menschen im Inntal sehen nicht ein, dass eine neue Strecke gebaut werden soll, obwohl die Bestands- trecke als Zulaufstrecke zum Brenner-Basistunnel geeignet ist und bei Weitem noch nicht ausgelastet ist.

Die vielen, von den Bürgerinitiativen im ganzen Landkreis organisierten Bürgerinformationen, sind ausgebucht, weil die Menschen hier Informationen bekommen, die von der Deutschen Bahn (DB) und der Politik verschwiegen werden. Auch wenn die DB es immer wieder anders darstellt, ist der Bedarf immer noch nicht nachgewiesen und der italienische Zulauf nicht finanzierbar, weil hier Tunnel notwendig sind, die in Summe fast dreimal so lang wären wie der Brenner-Basistunnel (BBT). Auf der Strecke von Rosenheim nach

München ist es nicht denkbar, dass sich die Menschen ihre S-Bahn Gleise von Grafing nach Trudering „wegnehmen“ lassen. Obwohl die DB hohe Summen für Werbung und PR- Arbeit aufwendet, treten die vielen Ungereimtheiten immer offener zu Tage.

Deshalb greift der BR dieses Thema auf und stellt die bekannte Sendung „Jetzt red i“ am 24. April von 20.15 - 21.00 Uhr in der Turnhalle der Grundschule Brannenburg unter das Motto „Aufruhr im Inntal – Der Streit um die Brenner-Bahntrasse“.

Viele Menschen wollten daher in der „TV-Arena“ dabei sein, aber die Gastkarten waren schnell vergeben. Deshalb veranstalten die 16 Bürgerinitiativen gemeinsam ein Public Viewing ab 19.00 Uhr vor der Turnhalle der Grundschule Brannenburg. Damit können alle dabei sein, wenn den verantwortlichen Politikern der CSU kräftig eingeheizt wird. Dabei besteht auch die Möglichkeit sich mit kompetenten Vertretern der Bürgerinitiativen auszutauschen und Informationen zu erhalten, die von der Deutschen Bahn (DB) und der Politik gerne verschwiegen werden.

Von der Regierungspartei CSU, die auch seit fast 10 Jahren den Ver- kehrsminister stellt, wird vorrausichtlich die Verkehrspolitische Sprecherin Daniela Ludwig (MdB) antreten, die im Bundestag auch für weitere Gleise im Inntal gestimmt hat. Sie war auch bei dem Staatsvertrag 2012 involviert, der eine regelmäßige und belastbare Prüfung des Be- darfs und alternative Planungen für den innerösterreichischen Bahnverkehr von Salzburg nach Innsbruck fordert. Diese wurde vom Bundesver- kehrsminister Andreas Scheuer bis heute nicht vorgelegt. 

Bis heute wurden auch die geforderten „Verkehrspolitischen Rahmenbedingungen“ zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene nicht geschaffen. Vielmehr lehnt die CSU sinnvolle Maßnahmen wie eine höhere Brennermaut oder eine Alpentransitbörse ab, obwohl damit der Um- wegeverkehr von 800.000 LKW ́s sofort und ohne Mehrkosten gestoppt werden könnte.

Als Vertreter der Opposition ist Martin Hagen (MdL), Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag, vertreten. Er fordert von der CSU-Regierung ebenfalls einen fundierten Bedarfsnachweis, ein klares Bekenntnis für höchsten Schallschutz- und Naturschutz für die Bestandsstrecke sowie ein Konzept für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Die „kleine Anfrage“ von FDP Bundestagsabgeordneten (19/5166) zum Brenner-Nordzulaufs, wurde vom Bundesverkehrsministerium im Oktober 2018 sehr „vage“ beantwortet und wirft erneut Fragen nach dem Bedarf auf.

Pressemeldung Brennerdialog Rosenheimer Land e. V

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