Wieder in Brannenburg

Nach Polizeieinsatz am Wochenende: erneut Fuchsbaby gefunden

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Dieses kleine Fuchsbaby wurde in Brannenburg gefunden
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Brannenburg - Gerade ein paar Tage ist es her, als die Polizei wegen eines gefundenen Fuchsbabys ausrücken musste, nun wurde wieder in kleines Fuchskind gefunden. 

Vergangenes Wochenende fanden zwei Bergwanderer ein ganz junges Tierbaby und brachten es zur Brannenburger Polizei. Zunächst war nicht klar, was für ein Fellknäuel sie da gefunden hatten. Sie vermuteten erst, dass es sich um einen Wolf handele. Ein Jagdpächter, der zur Gattungsbestimmung hinzugezogen worden war konnte dann „Entwarnung“ geben und bestimmte das Tierbaby als Fuchsjunges.

Das Findelkind wurde dann zur weiteren Versorgung ins Tierheim Rosenheim gebracht. Das Tierheim darf aber grundsätzlich keine Wildtiere aufnehmen, daher brachten die Mitarbeiter das kleine Fuchsmädchen in die Reptilien- und Exotenauffangstation nach München, die seit einiger Zeit auch Säugetiere aufnimmt. 

Das kleine Fuchsmädchen wird nun mit der Flasche aufgezogen

Wieder ein Fuchsbaby gefunden

Drei Tage später erhielt das Tierheim den nächste Anruf. Wieder war in Brannenburg ein Fuchsbaby gefunden worden. Das Tierheim teilt auf seiner Facebookseite aber mit, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass die beiden Fuchskinder nicht zusammen gehören. Die Fundorte liegen zu weit auseinander. 

Diesmal war es ein kleiner Fuchsbub, der noch ein wenig kleiner ist als das am Samstag gefundene Mädchen. Er sieht aber schon ein wenig mehr nach Fuchs aus. Das Tierheim zog wieder seinen Joker und informierte die Münchner Reptilien- und Exotenauffangstation. Es stellte sich heraus, dass das kleine Fuchsmädchen mittlerweile an einen erfahrenen Wildtierspezialisten weitervermittelt wurde, der sich nun auch dem zweiten Findling angenommen hat. Die beiden werden jetzt zusammen aufgezogen und haben daher auch gleich Gesellschaft von einem altersmäßig passenden Spielkameraden.

Wildtiere auf keinen Fall selber aufziehen

Um Wildtiere aufnehmen zu können, braucht man einen Sachkundenachweis, d.h. eine wildtierspezifische Ausbildung, erklärte uns eine Mitarbeiterin des Rosenheimer Tierheims. "Ein Fuchs ist theoretisch ein jagdbares Wildtier, für das der Jäger zuständig ist." Das Tierheim habe aber auch ein gutes Netzwerk aufgebaut,, das für Wildtiere zuständig sei. Weiter teilt die Mitarbeiterin mit, dass man als Privatperson auf keinen Fall ein wildlebendes Tier großziehen soll. "Die Tiere müssen wieder ausgewildert werden, dafür braucht man die Expertise, die Privatleute nicht haben." Man würde dem Tier somit mehr schaden, als ihm helfen.

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