Leben auf dem Berg mit Conny und Norbert

Das sind die neuen Pächter der Breitenberghütte

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Norbert und Conny sind die neuen Pächter des Breitenberghauses
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Brannenburg - Das Breitenberghaus war Anfang vergangenen Jahres wegen der überraschenden Schließung in die Schlagzeilen geraten. Nun hat es wieder geöffnet. Mit neuen Pächtern. rosenheim24.de hat Conny und Norbert besucht und ihnen bei ihrem Leben in den Bergen über die Schulter geschaut.

Kaffeeduft und eine typisch gemütliche Hüttenatmosphäre kommen einem entgegen, wenn man das Breitenberghaus betritt. Wirtin Conny und ihr Freund Norbert nehmen einen herzlich in Empfang. Sie sind die neuen Pächter der Hütte.

Neueröffnung wegen Brandschutz

Im Juni 2017 musste das Bettenhaus wegen marodem Brandschutz komplett geschlossen werden. Jetzt ist aber alles auf dem neuesten Stand: Die Hütte, die den Naturfreunden Rosenheim gehört, wurde mit Brandmeldeanlage, neuen Fluchtwegen und 27 Schlafplätzen im Lager sowie sechs Betten in drei Zimmern, neuer Trinkwasserversorgung und Bio-Kläranlage für das Abwasser wiedereröffnet. Und eben mit neuen Pächtern: Conny und Norbert.

Conny ist Gastronomin durch und durch, hat immer schon in der Gastro gearbeitet. Zuletzt hatte sie die Priener Hütte gepachtet. Ihr Freund Norbert ist Allrounder. "Nach der Priener Hütte habe ich etwas Neues gesucht", erzählt Conny. "Ich wollte entweder einen Bauernhof, auf dem man Urlaub machen kann, oder eben wieder eine Hütte." Als dann das Breitenberghaus zur Pacht ausgeschrieben wurde, hat sie sich beworben und wurde genommen. Im März 2019 ging es dann los.

Bilder vom Breitenberghaus

Öffnungszeiten: 

- Sonntag bis Mittwoch: 10 bis 21 Uhr

- Donnerstag bis Samstag: 10 bis 22 Uhr

Montag Ruhetag (von 1. November bis Ende Februar)

Kontaktdaten

Weitere Infos gibt's hier

In den beiden Gasträumen ist Platz für 60 bis 70 Personen. Auch für Feiern aller Art kann man die Hütte mieten. Kulinarisch kommt man natürlich ebenfalls nicht zu kurz: Es gibt typisches Hüttenessen, alles hausgemacht, saisonal und mit regionalen Produkten. Der Geheimtipp: Das ungarische Gulasch nach dem Rezept von Norberts Großmutter. Conny und Norbert leben beide auf der Hütte. "Es ist hier oben einfach schön, ich genieße die Ruhe", sagt Conny. Leicht ist es trotzdem nicht immer. Das fängt schon an bei der Post, die natürlich nicht auf den Berg geliefert wird. Man kann auch nicht einfach mal schnell in den nächsten Supermarkt laufen, um noch "schnell" etwas zu besorgen. Alles muss geplant sein. Trotzdem genießen beide ihr neues Leben.

"Die Besucher haben sich verändert"

Jetzt schon kommen viele Stammgäste. "Die Berggehleute sind die echten Gäste", erzählt Conny, die in ihrer langen Zeit als Hüttenwirtin einen Wandel bei den Besuchern feststellen muss. "Früher war es ganz anders. Da hat man sich noch eine Auszeit genommen, wenn man auf den Berg geht. Am Schlimmsten sind die Instagramtouris, die nur kommen um Bilder zu machen. Die Leute nehmen sich einfach keine Zeit mehr, der Stress wird bis hier rauf getragen. Das ist schade." Dennoch bewirten die beiden alle Gäste mit der gleichen Leidenschaft. 

Die Vision der Inntalrunde

Das Breitenberghaus liegt auf 1050 Metern am Südhang des Breitenberges im Gebiet des Wendelsteins. Mit wunderschöner Fernsicht ist sie Ausgangspunkt für weitere Bergtouren und Wanderstrecken. Im Winter gibt es eine anspruchsvolle Rodelstrecke, Schlitten muss man aber selber mitbringen. Conny hat eine Vision: "Was hier wirklich toll wäre, wenn es eine Inntalrunde geben würde, zum Beispiel nach dem Vorbild der Chiemgau Runde", sagt sie. "Eine drei bis vier Tagestor, wo man von Hütte zu Hütte wandern kann." Ob sich dieser Wunsch erfüllt ist ungewiss, gewiss ist jedoch, dass man im Breitenberghaus immer mit offenen Armen empfangen wird.

jb

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