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Lichtpunkte das Thema in Brannenburg

Sicherheit geht vor: Gemeinderat Brannenburg will keine dunklen Straßen im Ort

Bisheriger Umfang der Straßenbeleuchtung in Brannenburg soll nach dem Willen der Gemeinderäte beibehalten werden.
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Der bisherige Umfang der Straßenbeleuchtung in Brannenburg soll nach dem Willen der Gemeinderäte beibehalten werden.

Die Umrüstung auf LED-Lampen forcieren, aber zugleich die Straßenbeleuchtung im bisherigen Rahmen belassen – zu diesem Ergebnis kamen die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Diese Maßnahmen setzt Bernhard Pichler, Leiter des Netzbetriebs der Wendelsteinbahn, um.

Brannenburg In Brannenburg gibt es derzeit 664 Lichtpunkte, von denen bereits 441 auf LED umgerüstet wurden. Der kontinuierliche Austausch der energieintensiven Leuchten schlägt sich deutlich im Stromverbrauch nieder.

Von 2011 auf 2021 lässt sich eine Einsparung von 53 Prozent errechnen, unterstrich Pichler.

Soweit möglich soll die Umrüstung auf LED fortgeführt werden, beginnend in der Mühlenstraße vielleicht sogar noch in diesem Jahr. Insgesamt wird eine Umrüstung auf LED von 90 Prozent der Lichtpunkte in Brannenburg angestrebt.

Komplett abschalten?

Im Vorfeld hatte der Gemeinderat bereits eine mögliche Energieeinsparung durch die Reduzierung der Straßenbeleuchtung diskutiert.

Mit einer kompletten Abschaltung der Beleuchtung zwischen 23 und 5 Uhr ließen sich theoretisch rund 70 kWh am Tag einsparen, so Pichler, praktisch sei dies aus technischen Gründen aber gar nicht möglich.

Die derzeit verbauten LED-Leuchten verfügen bereits über eine Programmierung, die die Leistung in den Nachtstunden selbst reduziert. Für eine weitere Verringerung müsste jede der Leuchten extra umprogrammiert werden, wofür allerdings zuvor eine umfassende Abwägung an allen Standorten erforderlich sei und zudem die technischen Voraussetzungen nicht überall gegeben sind.

Sicherheit der Bürger Thema

Auch beurteilte Pichler die rechtliche Klärung als schwierig, da die gesetzliche Aussage zur Straßenbeleuchtung – „Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung haben die Gemeinden innerhalb der geschlossenen Ortslage nach ihrer Leistungsfähigkeit die öffentlichen Straßen zu beleuchten…“ – keine eindeutigen Handlungsvorgaben beinhaltet.

In der Diskussion argumentierten die Räte mehrheitlich für die Beibehaltung der Straßenbeleuchtung im bisherigen Umfang.

Insbesondere gehe es um die Sicherheit der Bürger und eine Verhinderung von Unfällen, war aus dem Gremium zu hören. Auch sei das Einsparpotential sehr gering, denn bis zur Ankunft des letzten Zuges aus Rosenheim um 0.48 Uhr müsste auch die Beleuchtung gewährleistet sein und auf eine Beleuchtung der Hauptverkehrsachsen könne sowieso nicht verzichtet werden, so mehrere Räte.

Ruf nach mehr Eigenverantwortung

Eine stärkere Eigenverantwortung der Bürger und ein vorausschauendes Handeln durch die Mitnahme von Leuchtmitteln wurde von Seiten der Befürworter einer möglichen Abschaltung oder Reduzierung der Beleuchtung in der Diskussion angeregt.

Mit zwei Gegenstimmen votierten die Brannenburger Gemeinderäte für die Beibehaltung der bisherigen Straßenbeleuchtung und eine weitere Umrüstung auf LED-Leuchten.

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