Unterstützung junger Arbeitsloser:

"Pro Arbeit" hilft jungen Leuten

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Ein Beispiel für erfolgreiche Vermittlungsarbeit: Petra Rössler-Schmidutz ist mit ihrer Auszubildenden Aishe Demirdag vollauf zufrieden.

Brannenburg - Der Verein "Pro Arbeit" unterstützt junge Arbeitslose dabei, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. So wie bei Aishe Demirdag, die nun in einer Konditorei in Branneburg arbeitet.

Gerade einmal drei Monate hatte Aishe Demirdag nach ihrem Hauptschulabschluss als Auszubildende in einer Bäckereifiliale gearbeitet; dann erhielt sie die Kündigung. Zu langsam sei sie, hieß es damals von Seiten des Betriebs. Ein Urteil, das ihre neue Chefin nicht recht nachvollziehen kann. Denn Petra Rössler-Schmidutz, die Inhaberin der Konditorei Rössler in Brannenburg, ist vollauf zufrieden mit dem Eifer, dem Engagement und dem Arbeitstempo der 19-Jährigen. Seit einem Jahr absolviert die in Deutschland geborene Türkin dort eine Ausbildung zur Konditoreifachverkäuferin.

Dass sie nach nur wenigen Wochen ohne Job ihre dreijährige Ausbildung bei dem Familienbetrieb mit angeschlossenem Tagescafé antreten konnte, hat sie letztlich der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Verein „Pro Arbeit“ und dem Jobcenter Rosenheim Stadt und dessen Geschäftsführer Armin Feuersinger zu verdanken. Bis zu fünf Monate lang unterstützt Ute Rinow im Rahmen des Vermittlungscoachings ganz gezielt junge Arbeitslose bis 25 Jahre (aus Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV)) dabei, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie motiviert die Heranwachsenden und greift ihnen unter anderem beim Schreiben der Bewerbungen unter die Arme. Dabei kann Rinow insbesondere auf das dichte Netzwerk zu den Ausbildungsbetrieben in der Region zurückgreifen, das der Verein im Laufe der Jahre geknüpft hat und kontinuierlich ausbaut. Ein großer Pluspunkt, den auch Sonja Bert und Sarah Eder, die zuständigen Arbeitsvermittlerinnen im Jobcenter, zu schätzen wissen.

In der Brannenburger Konditorei und Konfiserie mit insgesamt 14 Mitarbeitern ist Aishe bereits der zweite „Pro-Arbeit-Auszubildende“ - und möglicherweise nicht der letzte. Denn für Petra Rössler-Schmidutz, die für Herbst wieder auf Lehrlingssuche ist, sind Noten „nicht so wichtig“. Vielmehr müsse man das Produkt lieben, das man verkauft, und natürlich den Umgang mit Kunden. Aishe jedenfalls hatte auf die Geschäftsfrau beim eintägigen Probearbeiten einen so guten Eindruck gemacht, dass sie wenig später schon wieder zwischen hausgemachten Torten und Pralinen stand - als frischgebackene Auszubildende zur Konditoreifachverkäuferin.

Pressemitteilung Pro Arbeit Rosenheim e.V.

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