40.000 Euro aus Gemeindekasse veruntreut

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Brannenburg - Über Jahre hinweg soll ein Mitarbeiter der Gemeinde Brannenburg Verwaltungsgebühren veruntreut haben. Der Schaden dürfte bei mindestens 40.000 Euro liegen.

Der inzwischen verstorbene Sachbearbeiter war mit den Gebühren für das Ausstellen von Pässen und Ausweisen betraut. Wie das OBERBAYERISCHE VOLKSBLATT berichtet, unterhielt der Mann hierfür eine doppelte Buchführung. Dadurch war es ihm möglich, unentdeckt falsche Quittungen für die Bürger auszustellen. Brannenburgs Bürgermeister Mathias Lederer, der im Sommer nach einem Prüfbericht zum ersten Mal einen Verdacht hegte, geht von einem Schaden von mindestens 40.000 Euro für die Gemeinde aus. Lederer glaubt aber, dass sich diese Summe noch nach oben bewegen werde. Er hatte noch im Sommer die Kriminalpolizei eingeschaltet.

Der Sachbearbeiter der Gemeinde war auch noch mit den Anschuldigungen konfrontiert worden. Aufgrund seines überraschenden Todes wenig später wird es aber von seiner Seite aus keine Klärung der Vorwürfe mehr geben.

Sowohl der Bürgermeister, der Anwalt der Gemeinde als auch der kommunale Prüfverband sind aber überzeugt, dass kein weiterer Rathaus-Mitarbeiter in die Affäre verwickelt ist. Damit solche Manipulationen künftig nicht mehr vorkommen können, wurde in Brannenburg jetzt das Vier-Augen-Prinzip für Kassenvorgänge angeordnet. Ab 2013 wird zudem alles nur noch elektronisch erfasst werden.

re/OVB  

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