Mord in Söll

Doch noch keine Entscheidung über Auslieferung der Ehefrau

Mord in Söll
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Am Parkplatz "Steinerne Stiege" zwischen Kufstein und Söll wurde der Getötete gefunden.

Kufstein - Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Berichte dementiert, dass bereits eine Entscheidung gegen die Auslieferung der Ehefrau des Mordopfers von Söll stattgefunden habe.

Update, 20.50 Uhr: Auslieferung noch nicht entschieden

Medienberichte darüber, dass die 31-jährige Ehefrau des Mordopfers von Söll nicht nach Österreich ausgeliefert werden soll, sind falsch. Das hat jetzt ein Sprecher der Leitenden Generalstaatsanwaltschaft in München gegenüber Radio Charivari bestätigt. Über eine Bewilligung des Auslieferungsantrags der Staatsanwaltschaft Innsbruck entscheide man erst in den nächsten Tagen, entweder morgen oder am Montag.

Erstmeldung:

Im Gegensatz zum mutmaßlichen Täter bleibt sie aller Voraussicht nach in München. Damit wird es wohl in naher Zukunft nicht zu einem Zusammentreffen des Liebespaars in Innsbruck kommen.

Unterdessen bezichtigt der Münchner Anwalt Georgious Vlachopoulos die Ehefrau des Opfers, seinen Mandanten zum Mord angestiftet zu haben. "Sie hat ihn aufgefordert, Antonis C. zu töten", zitiert ihn die Tiroler Tageszeitung.

In der Nacht zum 8. November war der 32-jährige Grieche am Parkplatz Steinerne Stiege bei Söll mit zehn Schüssen aus einer Kleinkaliber-Pistole regelrecht hingerichtet worden.

Welche Rolle die 31-Jährige beim Verbrechen tatsächlich spielte, sei noch Gegenstand des Ermittlungsverfahrens, so Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft.

Die bisherigen Erkenntnisse

Ein Lkw-Fahrer hatte den 31-Jährigen am 7. November direkt hinter der Leitplanke des Parkplatzes entdeckt, in der Nähe der Eibergklamm, die an der Stelle etwa 150 Meter tief ist. Die Ermittler zogen bald die Möglichkeit in Betracht, dass der Täter versucht hatte, die Leiche in die Schlucht zu werfen.

Nach Aussagen der Ermittler war das Opfer auf brutale Weise und mit mehreren Schüssen getötet worden, die Spuren hinterließen offenbar das Bild einer regelrechten Hinrichtung.

Bald war bekannt, dass es sich bei dem Opfer um einen 31 Jahre alten Griechen handelte, bereits wenige Tage später konnte im Großraum München ein Tatverdächtiger festgenommen werden.

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