Büropark kommt, aber Hotel nicht

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Investor Laurent Brückner (Mitte) mit Michael Sewald (links) und Florian Wenzel.

Raubling - Der Büropark im Gewerbegebiet Hochstraß-Süd nimmt konkrete Formen an. Ein Hotel soll es dort allerdings doch nicht geben.

Der Büropark im Gewerbegebiet Hochstraß-Süd in der Gemeinde Raubling, den die Rauscher-Brückner-Projektentwicklungs-GmbH errichten will, nimmt konkrete Formen an. Vom Tisch ist allerdings der ursprüngliche Plan der beiden Investoren, Laurent Brückner und Michael Rauscher, dort auch ein Hotel anzusiedeln und Ladengeschäfte zu errichten.

Vor ziemlich genau einem Jahr gingen Brückner und Rauscher mit ihren Plänen für die Verwertung des rund 30000 Quadratmeter großen Areals an der B15, auf dem die Firma Hiendl einst ein neues Möbelhaus hatte errichten wollen, an die Öffentlichkeit. 10000 Quadratmeter dieser Fläche waren damals bereits an die Gienger KG - ein Fachgroßhandel für Haustechnik - verkauft. Zwei weitere Firmenniederlassungen sollen noch in diesem Jahr folgen. Die Eigentümer des Grundstücks haben die hierfür benötigten Flächen bereits verkauft: rund 5100 Quadratmeter an die Firma "Alles Klar Veranstaltungsservice" aus Rosenheim und weitere 2200 Quadratmeter an das ebenfalls in Rosenheim ansässige Kfz-Sachverständigenbüro Greilinger und Sewald.

Den Projektentwicklern schwebt eine weitere Zerstückelung der Fläche vor. 4000 Quadratmeter im westlichen Bereich stehen zum Verkauf, denkbar ist jede gewerbliche Nutzung mit Ausnahme des Handels. 4500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche soll der Büropark aufweisen, dessen Unterteilung noch nicht genau festgelegt ist. Die restliche Fläche verbleibt zunächst als Reserve im Besitz der GmbH beziehungsweise wurde für den Bau einer Stichstraße zur Erschließung des Gewerbegebietes benötigt, die von der Breiteicher Straße abzweigt.

Wenngleich Brückner und Rauscher Abstriche von ihrer ursprünglichen Planung machen müssen, sind sie mit der Entwicklung zufrieden. "Das Hotelprojekt hat sich im Hinblick auf die Renditeaussichten als nicht tragfähig erwiesen", erläutert Brückner die Umplanung. In dem dreistöckigen Büropark, der südlich des OBI-Marktes Inntalstern entsteht, sollen maximal 16 hochwertige Büroeinheiten entstehen. "Wir sind da bei der Aufteilung sehr flexibel", so Brückner. Realistisch seien Einheiten in einer Größenordnung von 170 bis 1100 Quadratmetern. Er geht davon aus, dass noch in der ersten Hälfte dieses Jahres die Bagger anrollen.

Rund fünf Millionen Euro beträgt laut Brückner die Investitionssumme, die die Projektentwicklungs-GmbH in die Hand nimmt. "Es handelt sich um ein Projekt, das sich erheblich von den bisher in der Region realisierten abheben wird. Bei unserem Bürokonzept werden die aktuellsten Erkenntnisse aus Architektur und Forschung für moderne Büro- und Arbeitswelten miteinfließen", sagt Brückner, der auch als Geschäftsführer der GmbH fungiert.

Raublings Bürgermeister Olaf Kalsperger bedauert, dass kein neues Hotel in seiner Gemeinde entsteht, mit der Entwicklung im Gewerbegebiet ist er dennoch zufrieden. "Wir haben hier ein Sondergebiet für Produktion, Dienstleistung und Großhandel ausgewiesen. Die Investoren halten sich genau an den Bebauungsplan. Das geht schon in Ordnung."

Norbert Kotter (Oberbayerisches Volksblatt)

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