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Erörterungstermine in Nußdorf

Corona bringt Verfahren zur Erweiterung des Steinbruchs in Nußdorf ins Stocken

Steinbruch Überfilzen bei Nußdorf am Inn wird seit 1961 vom Zementwerk Rohrdorf betrieben.
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Steinbruch Überfilzen bei Nußdorf am Inn wird seit 1961 vom Zementwerk Rohrdorf betrieben.

Das Landratsamt Rosenheim hat bisher noch keine Fortsetzung des Erörterungstermins festgesetzt, so ein Sprecher des Amtes. Sobald ein Termin feststehe, werde dieser mittels einer öffentlichen Bekanntmachung mitgeteilt.

Nußdorf – Die Corona-Pandemie hat einen abrupten Stopp in die Planung der Erörterungstermine zur Erweiterung des Steinbruchs in Nußdorf bewirkt. Zwei Verhandlungstage konnten Anfang November stattfinden, zwei Weitere wurden Ende November aufgrund der gestiegen Inzidenzzahlen abgesagt.

Öffentliche Bekanntmachung

Das Landratsamt Rosenheim hat bisher noch keine Fortsetzung des Erörterungstermins festgesetzt, so ein Sprecher des Amtes. Sobald ein Termin feststehe, werde er mittels einer öffentlichen Bekanntmachung mitgeteilt.

Weitere Nachrichten aus dem Rosenheimer Land und aus dem Inntal finden Sie hier.

Bei den Erörterungsterminen kamen das Landratsamt, Rohrdorf Zement, Vertreter der Gemeinde Nußdorf und Gegner der Erweiterung des Steinbruchs zusammen, um über Geologie, Gebirgsstabilität, Standsicherheit, Sprengtechnik und Erschütterungen zu diskutieren.

Dazu wurden unter anderem Sachverständige von der TU München und vom TÜV Süd angehört. Das Verfahren dient dazu, die eingereichten Bedenken der Träger öffentlicher Belange zu diskutieren.

Der Grund für die Erörterungstreffen ist die Frage, ob der Gesteinsabbau im Nußdorfer Steinbruch über einer Höhe von 758 Höhenmeter zulässig ist oder nicht. „1980 wurde, in Übereinkunft mit der Gemeinde Nußdorf, eine Änderungsgenehmigung für den Abbau von Gestein bis 840 Höhenmeter erteilt und neue, moderne Abbauverfahren zugelassen“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Zementwerk Rohrdorf.

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Vor diesem Hintergrund hatte das Zementwerk zwei Hektar Wald gerodet. Daraufhin hatte die Gemeinde Nußdorf 2018 im Eilverfahren vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) einen temporären Abbaustopp über 758 Meter erzielt. Rohrdorfer Zement betont, dass „bevor der BayVGH in der Sache angerufen wurde, das Landratsamt, die Regierung Oberbayern und das bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz sowie das Verwaltungsgericht München die Rechtmäßigkeit und Gültigkeit der bestehenden Genehmigung zum Abbau bis 840 Höhenmeter bestätigt hatten“.

Raumordnungsverfahren abgelehnt

Der Rosenheimer Kreistag sowie ein Aktionsbündnis „Rettet den Heuberg“ hatten zuletzt ein neues Raumordnungsverfahren gefordert. Gerade das Aktionsbündnis kritisiert, dass der Steinbruch in den vergangenen Jahren den zugelassenen Umfang überschritten habe und das man nicht über die derzeitig zwei Hektar große Erweiterung, sondern über eine zehn Hektar große Erweiterung sprechen müsse.

Ein erneutes Raumordnungsverfahren wurde aber von der Regierung von Oberbayern im Herbst abgelehnt. Fragen wie die Verträglichkeit der Erweiterung mit den Belangen des Artenschutzes beziehungsweise der Alpenkonvention werden in dem laufenden immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren geprüft.

In einer Petition an den Landtag wird ebenfalls um ein Raumordnungsverfahren gebeten. Die Entscheidung hierzu steht aber noch aus.

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