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Schreckliches Drama in Tirol

Mädchen (17) will anfahrenden Zug anhalten und wird überrollt – Putzfrau rettet ihr das Leben

Notaufnahme (Symbolbild)
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Notaufnahme (Symbolbild).

Innsbruck/München – Gleich drei schwere Unfälle unter Beteiligung von Zügen ereigneten sich am Wochenende und Montag in Innsbruck, im Landkreis München beziehungsweise im Landkreis Neu-Ulm. Im ersten Fall wurde eine zufällig anwesende Putzfrau zur Lebensretterin einer 17-Jährigen. Im letzten Fall kam ein Jugendlicher (14) ums Leben.

Am Sonntagmorgen (6. März) hatte eine 17-jährige Österreicherin gegen 6.30 Uhr versucht, am Westbahnhof in Innsbruck noch einen bereits anfahrenden Regionalzug in Richtung Telfs-Pfaffenhofen zu erreichen. Das Mädchen klopfte dabei gegen einen Waggon und versuchte eine Türe zu öffnen. Dadurch kam sie nach Angaben der Landespolizeidirektion Tirol „selbstverschuldet zu Sturz“. In weiterer Folge fiel die 17-Jährige in die Lücke zwischen Bahnsteig und dem Trittbrett des Waggons auf das Gleisbett. Dabei wurde sie vom Zug im Bereich der linken Hand und am rechten Fuß überrollt.

Eine zufällig anwesende Putzfrau, die in diesem Moment gerade mit Reinigungsarbeiten am Bahnsteig durchführte, wurde dann zur Lebensretterin: Die Frau reagierte geistesgegenwärtig, eilte der 17-Jährigen zu Hilfe und zog sie unverzüglich zurück auf den Bahnsteig. Nur dadurch habe „ein gänzliches Überrollen verhindert“ werden können, teilte die Polizei weiter mit. Das Mädchen wurde bei dem Unfall dennoch schwer verletzt und wurde nach einer Erstversorgung am Bahnhof in die Notaufnahme einer Klinik in Innsbruck eingeliefert.

17-Jähriger von S-Bahn im Landkreis München erfasst

Auch im Landkreis München hätte ein Unfall mit einer S-Bahn ganz leicht auch einen tödlichen Ausgang nehmen können. Am Samstagabend (5. März) hatte ein Jugendlicher, ebenfalls 17 Jahre alt, in der Nähe des S-Bahnhofes Heimstetten nach Angaben der Bundespolizei München „nur schnell“ die Bahngleise überschreiten wollen. Dabei wurde er von einer stadteinwärts fahrenden S-Bahn der Linie 2 trotz noch eingeleiteter Notbremsung erfasst und aus dem Gleisbereich geschleudert. Der Zug war zum Unfallzeitpunkt gegen 20.45 Uhr mit rund 70 Fahrgästen besetzt. Alle blieben unverletzt, ebenso der Triebfahrzeugführer.

Der Jugendliche hingegen wurde bei dem Unfall erheblich verletzt. Er erlitt nach Polizeiangaben eine Beckenfraktur und diverse Prellungen am ganzen Körper. Der 17-Jährige wurde nach einer Erstversorgung am Unfallort mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Bursche wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt. Durch den Rettungseinsatz musste die Bahnstrecke teilweise komplett gesperrt werden. Die Deutsche Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

14-Jähriger achtet nicht auf Zug und stirbt

Am Montag (7. März) kam es dann noch zu einer schrecklichen Tragödie in Senden (Landkreis Neu-Ulm). Dort ist ein 14-Jähriger auf seinem Fahrrad an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem herannahenden Zug erfasst und getötet worden. Augenzeugen berichteten gegenüber Medienvertretern vor Ort, dass der Jugendliche nicht auf den Verkehr um ihn herum geachtet hätte. Wegen zahlreicher Schaulustiger musste die Feuerwehr die Unfallstelle mit Sichtschutzwänden abschirmen. Die betroffene Zugstrecke zwischen Ulm und Memmingen war über drei Stunden total gesperrt.

mw