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Nach Reanimation in Söll

Mit Kopf in Elektrozaun geraten - Schüler (10) auf Intensivstation

Söll/Kufstein - Ein Zehnjähriger musste am Montag in Söll (Bez. Kufstein) reanimiert worden, nachdem er in einen Weidezaun geraten war. Die Ermittlungen, wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte, dauern noch an:

Update 11.20 Uhr: Zustand des Schülers inzwischen stabil

Auch am Tag nach dem schrecklichen Unfall in Söll herrscht bei Ermittlern und Medizinern offenbar noch immer Ratlosigkeit, wie ein Stromschlag durch einen elektrischen Weidezaun derart schwer ausfallen konnte. Das berichtet die Tiroler Tageszeitung Dienstagvormittag. Inzwischen schwebe der 10-jährige Schüler nicht mehr in Lebensgefahr, sein Zustand habe sich stabilisiert. Die genaue Ursache für seinen Zusammenbruch sei allerdings noch immer unklar.

Nach dem schrecklichen Unfall hat die Polizei das Stromgerät des Weidezauns beschlagnahmt. Laut Tiroler Tageszeitung laufen die Auswertungen des Geräts noch. Eine Passantin, die von den Mitschülern des 10-Jährigen hinzugerufen wurde, erlitt bei der Befreiung des Buben ebenfalls einen Stromschlag. Sie blieb offenbar unverletzt und sagte gegenüber der Polizei aus, dass es sich um eine normale Stromstärke gehandelt habe.

Erstmeldung 6.43 Uhr: Schüler musste reanimiert werden

Am 28. Mai 2018, gegen 12.45 Uhr fuhr ein 10-jähriger Tiroler mit dem Fahrrad in Söll von der Schule nach Hause. Im Ortsteil Mühlleiten wollte der Bub vermutlich etwas von der Straße aufheben, bückte sich und geriet mit dem Kopf bzw. mit dem Radhelm in den Stromkreis eines elektrischen Weidezaunes. 

Mitschüler holten Hilfe

Zwei Schulkollegen, die den 10-Jährigen begleiteten, verständigten Passanten, denen es gelang das Kind aus dem Stromkreis zu befreien. Der Bub musste von der verständigten Rettung reanimiert werden. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber mit Verletzungen unbestimmten Grades in die Klinik Innsbruck geflogen. Das Weidezaungerät wurde sichergestellt. Wie die Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur APA mitteilte, sei eine derart schwere Verletzung eher ungewöhnlich. 

Pressemitteilung Landespolizeidirektion Tirol

Rubriklistenbild: © dpa/montage