Großbrand in der Flintsbacher Druckerei Rapp

Druckerei meldet sich zu Wort: "Team ist bereits wieder in vollem Einsatz"

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  • Xaver Eichstädter
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Flintsbach am Inn - Ein Großbrand in einer Druckerei in Fischbach hat in der Nacht die Einsatzkräfte und Anwohner in Atem gehalten. Das Feuer ist inzwischen gelöscht, der Schaden liegt aber wohl in Millionenhöhe.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Großbrand am Mittwochabend in Druckerei in Fischbach
  • 200 Feuerwehrkräfte im Einsatz
  • Offenbar keine Verletzten
  • Schaden liegt wohl in Millionenhöhe
  • Bahnverkehr auf Strecke Rosenheim - Kufstein zwischenzeitlich eingestellt
  • Störungsmeldungen: Bayerische Oberlandbahn - Deutsche Bahn

Update, 17.15 Uhr - Pressemeldung der Firma Rapp-Druck GmbH

Mit einer Mitteilung wendet sich die Druckerei Rapp nun an die Öffentlichkeit und bekräftigt damit, dass sie nach wie vor betriebsfähig ist. Hier die Mitteilung im Wortlaut: 

Wie berichtet, wurden bei einem Brand am Mittwochabend die Produktionshallen der Firma Rapp-Druck weitgehend zerstört. Das Verwaltungsgebäude inklusive der Druckvorstufe und Auftragsabwicklung ist aber voll funktionsfähig, das Team bereits wieder in vollem Einsatz. Bestehende und neue Druckaufträge werden mit Unterstützung von Partnerfirmen weiterhin wie gewohnt abgewickelt und übernommen. "Wir bedanken uns nochmal auch auf diesem Wege bei allen Feuerwehren, beim Technischen Hilfswerk und allen Helfern für ihren enormen Einsatz. Bei allen anderen Druckereien und Partnerfirmen für die große Solidarität und die Unterstützung sowie bei unseren Kunden für ihr Mitgefühl und ihr Verständnis für Verzögerungen", sagt Geschäftsführer Wolfgang Rapp.

Update, 1. Dezember, 16.05 Uhr - Bagger reißt Gebäude ab

Nach dem Großbrand in der Druckerei Rapp am Mittwochabend beruhigt sich die Lage langsam wieder in Flintsbach. Für den Betrieb ist der Verlust der Halle jedoch ein schwerer Schlag. "Man fühlt sich hilflos", sagt Geschäftsführer Wolfgang Rapp gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt. "Es fängt klein an und breitet sich so schnell aus."

In der Halle haben laut Kreisbrandrat Richard Schrank rund achtzig Tonnen Papier gelagert und gebrannt wie Zunder - ausgelöst vermutlich durch einen Defekt an einer Druckmaschine. Nachdem die Feuerwehr gerufen worden ist, haben der Geschäftsführer und Mitarbeiter noch versucht zu löschen. Vergebens.

Die Feuerwehrler können die Halle nicht retten, aber immerhin das Übergreifen des Feuers auf umliegende Gebäude verhindern. Auch zwei alte Druckmaschinen in einem Nebengebäude können gerettet werden, die laut Petra Rapp "einen sentimentalen Wert haben", wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet.

Mittlerweile sind die Reste der Lagerhalle abgerissen worden, laufen die Aufräumarbeiten. "Das war das Schlimmste: Wie der Bagger das Gebäude einreißt", erklärt Wolfgang Rapp gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt. Auch zahlreiche Mitarbeiter können die Tränen nicht zurückhalten, arbeiten sie zum Teil doch schon viele Jahre in dem Betrieb im Ortsteil Fischbach, der auch den Flintsbacher Boten druckt.

Update, 30. November, 16.45 Uhr - Feuer flammt wieder auf

Erneut sind Feuerwehren am Freitagabend rund um Fischbach zur Druckerei an der Kufsteiner Straße geeilt. Nach dem Großbrand am Mittwochabend haben sich Papierreste erneut entzündet. Allerdings ist das Feuer rasch wieder unter Kontrolle gebracht worden. Derzeit werden die Reste auseinandergenommen, um weitere mögliche Glutnester zu finden.

Feuerwehren erneut zum Einsatz bei Druckerei in Fischbach

Update, 17.30 Uhr - Kreisbrandrat Richard Schrank äußert sich im Interview zum Brand. 

Update, 15.45 Uhr - Einsatzleiter Markus Dopfer im Gespräch

Markus Dopfer, Einsatzleiter und Gruppenführer der Feuerwehr Fischbach, erklärte im Gespräch mit einsatzfoto.at, dass die Feuerwehr Fischbach am Mittwochabend um 18.44 Uhr wegen eines "B4" - großer Brandeinsatz- an die Kufsteiner Straße in Flintsbach alarmiert wurde. Von Weitem sei das Ausmaß des Feuers bereits zu sehen gewesen, sodass man nachalarmierte und einen "B5" - Großalarm- auslöste. 
Als man am Einsatzort angekommen sei, habe man zuerst die umliegenden Gebäude geschützt. Kurz darauf habe man einen "Innenangriff", um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern, gestartet. 

Die Feuerwehr musste niemanden aus dem Gebäude retten. Ein Feuerwehrmann wurde allerdings leicht verletzt. Ansonsten kam es zu keinem Personenschaden, bestätigte Markus Dopfer. Da das Gebäude mit der Zeit instabil wurde, habe man den "Innenangriff" abbrechen müssen. In der Nacht habe man bereits begonnen mit einem Bagger die Halle Schicht für Schicht abzutragen um Glutnester ablöschen zu können. Auch am Donnerstag waren noch 20- 30 Feuerwehler mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. 

Einen großen Dank möchte Markus Dopfer auch den Anwohnern aussprechen, welche die Einsatzkräfte unterstützt und mit Tee versorgt haben. Auch möchte sich der Einsatzleiter bei der Bevölkerung bedanken. Die Menschen seien den Aufforderungen sofort und vorbildlich nachgekommen. 

Update, 13.45 Uhr - Fotos vom Tag danach

Seit dem Morgengrauen laufen an der Brandstelle die Aufräumarbeiten, auch unter dem Einsatz von schwerem Gerät. Bei Tagesanbruch zeigte sich dann auch das ganze Ausmaß der Brandkatastrophe:

Nach Großbrand in Fischbach: Bilder vom Tag danach

Update, 13.10 Uhr - auch THW-Fachberater im Einsatz

Auch das Technische Hilfswerk (THW) Rosenheim war in den Großeinsatz in Fischbach mit eingebunden. Dazu wurden auch die Fachberater der Organisation alarmiert. Der Einsatz der THW-Helfer konnte letztlich gegen 0.30 Uhr beendet werden.

Update, 9.55 Uhr - "Feuer aus" erst in den Morgenstunden

Die ersten Feuerwehrkräfte wurden gegen 18.45 Uhr alarmiert, wie die Freiwillige Feuerwehr Flintsbach auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Neben den über 200 Feuerwehrlern waren auch Kräfte von Rettungsdienst, THW und Polizei im Einsatz.

Glücklicherweise kamen keine Personen ernsthaft zu Schaden. Ein Feuerwehrmann wurde laut Feuerwehr Flintsbach leicht verletzt. Die Lager- und Produktionshalle der Druckerei wurde bei dem Großbrand vollkommen zerstört. Erst in den Morgenstunden hieß es "Feuer aus", anschließend wurde allerdings noch eine Brandwache eingesetzt. Bei den Aufräum- und Löscharbeiten kam in der Nacht auch ein großer Bagger zum Einsatz.

Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar. So bald das Gebäude betreten kann, wollen Brandfahnder der Kriminalpolizei der Ursache auf den Grund gehen.

Update, 8.05 Uhr - Anwohner machen Videoaufnahmen

Von dem Großbrand waren auch viele Anwohner betroffen, die durch die starke Rauchentwicklung zwischenzeitlich ihre Häuser nicht verlassen und Türen und Fenster geschlossen halten sollen. Einige Anwohner haben den Rauch und die Blaulichter dennoch im Video festgehalten.

Update, 6.40 Uhr - Fotos zeigen ganzes Ausmaß von Brand

Der Einsatz in Fischbach hat die ganze Nacht gedauert. Insgesamt waren rund 20 Feuerwehren mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen. Wie die Feuerwehr Raubling auf ihrer Facebook-Seite meldete, waren die Flammen gegen 23 Uhr unter Kontrolle. Die Löscharbeiten waren danach allerdings weiterhin im Gange, hieß es.

Zudem konnte auch die Bahnstrecke Rosenheim - Kufstein wieder freigegeben werden. Aktuell gibt es dort laut den Meldungen der Bayerischen Oberlandbahn und der Deutschen Bahn dort keine Störungen mehr. Am Mittwochabend war es durch den Feuerwehreinsatz dort zu massiven Verzögerungen gekommen.

Großbrand in Druckerei in Fischbach (2)

Update, 29. November, 5.15 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Am Mittwoch, den 28. November, gegen 18.45 Uhr, kam es in einer Druckerei in der Kufsteiner Straße zu einem Großbrand, bei dem erheblicher Sachschaden entstanden ist. Die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim hat die Ermittlungen übernommen. 

Der Brand wurde der Integrierten Leitstelle in Rosenheim mitgeteilt, die umgehend die umliegenden Feuerwehren, das THW und den Rettungsdienst zur Brandstelle beorderte. Zudem fuhren Polizeistreifen der örtlichen Polizeiinspektion Brannenburg, der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim sowie der Bundespolizei die Einsatzörtlichkeit an. 

Nach bisherigen Erkenntnissen entstand der Brand in einer Fabrikhalle, im Bereich einer großen Druckmaschine. Das Feuer breitete sich rasch aus und griff auf zwei weitere Hallenräume über. Den eingesetzten Feuerwehren gelang es jedoch, ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude des Betriebes zu verhindern

Für die Durchführung der Löscharbeiten war es notwendig, die Ortsdurchfahrt Fischbach sowie die neben der Brandörtlichkeit verlaufende Bahnstrecke München - Kufstein zu sperren. Auf Grund der starken Rauchentwicklung wurde anfänglich eine Gefahrenmeldung an die Bürgerinnen und Bürger veranlasst, ihre Gebäude nicht zu verlassen und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Gefahrenmeldung ist zwischenzeitlich wieder aufgehoben. 

Großbrand in Druckerei in Fischbach (1)

Bei dem Brand wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden dürfte im siebenstelligen Bereich liegen. Die Kripo Rosenheim hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Das Betreten des Brandortes ist derzeit jedoch noch nicht möglich, da die betroffenen Gebäude einsturzgefährdet sind. Diesbezüglich wird nachberichtet.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 21.15 Uhr - Anwohner verteilen Tee

Zirka zwanzig Feuerwehren mit etwa 200 Einsatzkräften sollen im Flintsbacher Ortsteil Fischbach gegen den Brand in einer Druckerei kämpfen, berichten User auf unserer Facebook-Seite. Außerdem versorgen Anwohner die Feuerwehrler mit Tee. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren werden voraussichtlich noch die ganze Nacht im Einsatz sein, um den Brand einzudämmen.

Update, 20.35 Uhr - Züge stehen still

Der Brand in Fischbach wirkt sich auch auf den Zugverkehr nach Österreich und Italien aus. Derzeit verkehren keine Züge zwischen Rosenheim und Kufstein, wie der Meridian auf seiner Internetseite und beim sozialen Netzwerk Facebook mitteilt. 

"Aufgrund eines Feuerwehreinsatzes neben dem Gleisbereich kommt es derzeit zu Zugausfällen und Verspätungen zwischen Rosenheim und Kufstein", heißt es. Momentan gilt der Stopp bis Mitternacht.

Update, 20 Uhr - keine Personen in Gefahr

Lichterloh brennt derzeit die Lagerhalle an der Kufsteiner Straße in Flintsbach. Laut Informationen von vor Ort befindet sich in dem Gebäude ein Papierlager. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Umfeld von Fischbach sind vor Ort. Großartig eingreifen können die Kameraden jedoch nicht. Derzeit wird versucht zu verhindern, dass das Feuer auf umliegende Gebäude übergreift.

Auch Rettungswagen sind vor Ort im Einsatz. Jedoch befinden sich keine Personen in dem Gebäude, was bereits nach dem Eintreffen von Polizei und Feuerwehr recht rasch klar geworden ist. Der Einsatz wird voraussichtlich noch bis in die Morgenstunden dauern.

Einige Fotos von dem Einsatz hat uns Leser Luca Scheble geschickt:

Zahlreiche Fahrzeuge der Einsatzkräfte stehen am Straßenrand.


Im Umfeld befinden sich weitere Gebäude.

Erstmeldung

Am Mittwochabend, 28. November, ist es zum Brand einer Lagerhalle an der Kufsteiner Straße im Flintsbacher Ortsteil Fischbach gekommen. Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei sind vor Ort, wie die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd berichtet.

Die Kufsteiner Straße ist gesperrt. Momentan ist die Brandursache oder der genaue Schadensumfang nicht bekannt. Nach ersten, bisher unbestätigten Informationen soll die Lagerhalle zu einer Druckerei gehören.

ksl

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