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Brenner Zulaufstrecke im Inntal

Über 10.000 Anwohner sollen vor Bahn-Lärm geschützt werden

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DB-Vorstand Volker Kefer, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, MdB Daniela Ludwig.

Flintsbach am Inn/Landkreis - Mehr als 10.000 Bürger entlang der Bahnstrecke München/Trudering–Kiefersfelden werden künftig besser vor Lärm geschützt.

Die Deutsche Bahn, der Bund und der Freistaat Bayern investieren dafür rund elf Millionen Euro. Das gab Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Montag bei der Präsentation einer Machbarkeitsstudie zum Thema Lärmschutz mit den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen in Flintsbach bekannt. 

Bereits im Februar 2012 versprach der Minister in Flintsbach Maßnahmen für die Brenner-Zulaufstrecke im Inntal.  

Das ist geplant: 

  • Der Zuglärm soll auf 50 Dezibel (Radio in Zimmerlautstärke) gesenkt werden
  • Zusätzliche Lärmschutzwände sollen Häuser schützen, die direkt an den Gleisen stehen
  • Zu den bisherigen 19 Kilometern Lärmschutzwänden zwischen München-Trudering und Kiefersfelden sollen drei zusätzliche Kilometer hinzukommen
  • Ab 2020 sind "Flüsterbremsen" für alle Güterzüge Pflicht

Ludwig: Inntal von Bahnlärm besonders betroffen

"Das ist eine sehr gute Nachricht", sagte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig. "Dennelf Millionen Euro werden in eine Strecke investiert, die eigentlich als lärmsaniert gilt." Die Investition habe auch eine bundesweite Bedeutung, so Ludwig. 

"Die Politik und die Bahn haben erkannt, dass das Inntal zu den Gebieten gehört, die am stärksten von Lärm betroffen sind." Bisher sei das Mittelrheintal beim Thema Lärmschutz der Nabel der Welt gewesen. "Jetzt ist auch das Inntal in dieser Liga angekommen", so Ludwig. 

Drei Millionen Euro der Gesamtsumme zahlt die Deutsche Bahn, acht Millionen kommen vom Bund und vom Freistaat Bayern. "Davon zahlt der Bund 82 Prozent", erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt. 

Dobrindt bei Tagung zum Thema Lärmschutz

 © Josef Reisner
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Die Machbarkeitsstudie sieht unter anderem Lärmschutzwände und -wälle, Aufsätze auf bestehenden Wänden sowie mechanische Schleifungen an den Schienen vor, um die Züge leiser zu machen. Eine weitere Rolle spielen die Flüsterbremsen. 

"Wir halten unser Versprechen", so Dobrindt weiter. "Bis zum Jahr 2020 werden nur mehr Güterzüge mit Flüsterbremsen auf deutschen Gleisen fahren, auch ausländische Züge. Das Gesetz dazu werden wir noch 2016 verabschieden. Damit niemand sagen kann, das kommt jetzt überraschend." 

Die Deutsche Bahn sei hier vorbildlich, lobte der Minister. Nach Angaben von DB-Vorstand Volker Kefer muss die Bahn 65.000 Güterwägen umrüsten. "Die Flüsterbremsen halbieren den Lärm, das bringt sehr viel. Die Deutsche Bahn investiert hier 230 Millionen Euro." 

Alle Maßnahmen zusammen werden zu erheblichen Lärmreduzierungen führen. Über 10.000 bisher lärmgeplagte Bürger werden künftig einen Lärmpegel von unter 55 Dezibel haben. 

2018 soll gebaut werden

Die Lärmsanierung sei schon angesichts des steigenden Verkehrsaufkommens wichtig, betonte Alexander Dobrindt. "In den nächsten 15 Jahren wird der Güterverkehr auf der Schiene um 40 Prozent zunehmen. Der Brennerbasistunnel wird auch zu mehr Güterverkehr führen. Im Inntal fahren derzeit 200 Züge täglich, später werden es 400 sein." 

Dobrindt und die heimische Wahlkreisabgeordnete Daniela Ludwig wollen bei diesem Thema jetzt aufs Tempo drücken. "Uns ist der Dialog mit den Bürgern wichtig", betonte Ludwig. "Wir werden die Vorschläge ausführlich in den Gemeinden diskutieren. Die Umsetzung aller Lärmschutzmaßnahmen an der gesamten Strecke streben wir für 2018 an." 

Dobrindt sicherte die Finanzierung aller Maßnahmen zu. Den Verfassern der Studie vom Ingenieurbüro Möhler und Partner gab er Hausaufgaben mit auf den Weg. Weil wegen eines ungenügenden Kosten-Nutzen-Verhältnisses die Lärmschutzoptionen für Oberaudorf, Raubling und Brannenburg nicht geprüft wurden, muss das Büro dieses nachholen. Die Vorschläge in der Studie sollen innerhalb von vier Wochen mit den Gemeinden besprochen und in den Gemeinden vorgestellt werden. 

"In acht Wochen erwarte ich eine konkretisierte Studie mit den Ergebnissen aus den Gemeinden", so Dobrindt. "Sie wird dann in meinem Ministerium geprüft." Gleich nach der Sommerpause gibt es dann in Flintsbach den nächsten Termin mit allen Beteiligten. Thema ist dann die konkrete Umsetzung der Studie. 

mg/Quelle: Pressemitteilung Daniela Ludwig (CSU)

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