Alpinunfall in Gschnitz

150 Meter in den Tod gestürzt - Zweite Wander-Etappe wird Mann (71) zum Verhängnis

Gschnitz im Gerichtsbezirk Innsbruck - Im Zuge der Begehung des Stubaier Höhenweges startete ein belgisches Ehepaar (71 und 73) am 19. August auf der zweiten Etappe von der Innsbrucker Hütte in Richtung Bremer Hütte. Es kam zum Sturz des Ehemanns.

Im Bereich des Überganges bei der Pramarnspitze (2512m) entglitt dem 71-jährigen Mann um etwa 16 Uhr der Fotoapparat und fiel im felsdurchsetzten Wiesengelände talwärts. Die beiden Wanderer stiegen noch einige Weg-Serpentinen talwärts, um den Fotoapparat zu suchen. Als der Mann den Weg verließ, um das steile Gelände zu queren, verlor ihn seine Frau aus den Augen. In diesem Moment dürfte der Mann ausgerutscht und in der Folge etwa 150m abgestürzt sein, wobei sich der Mann tödliche Verletzungen zugezogen hat.

Die Frau, die keinen Kontakt zu ihrem Mann hatte, getraute sich aufgrund des ausgesetzten Geländes nicht, nach ihm zu suchen. Erst als etwa nach einer Stunde eine Wandergruppe vorbeikam, konnte die Rettungskette in Gang gesetzt werden, nachdem einige Mitglieder der Gruppe so weit weitergegangen waren, bis sie Handyempfang hatten.

Die Besatzung des NAH entdeckten gegen 17.50 Uhr den abgestürzten Mann. Die Leiche wurde vom Polizeihubschrauber geborgen und nach Gschnitz geflogen. Die schwer geschockte Frau wurde vom NAH geborgen und im Tal von einem KIT der Rettung betreut.

Pressemitteilung der Landespolizeidirektion Tirol

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch

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