Rettungseinsatz mit Reanimation in Innsbruck

Rentner (79) bricht am Steuer zusammen: "Irrfahrt" endet erst auf Flughafen

Innsbruck - Am Freitagnachmittag, 5. Juni, kam es auf der Kranebitter Allee zu einem medizinischen Notfall - mit schwerwiegenden Folgen: Die "Irrfahrt" eines 79-Jährigen endete erst auf dem Gelände des Flughafens.

Gegen 16.20 Uhr bekam der Autofahrer plötzlich gesundheitliche Probleme und er verlor das Bewusstsein. Das Auto krachte "führerlos" in den Gegenverkehr und kollidierte dort mit dem Wagen einer 56-Jährigen aus dem Bezirk Innsbruck-Land. Nach dem Aufprall wurde das Fahrzeug der 56-Jährigen weiter zurückgeschoben, weil der 79-Jährige während seiner Ohnmacht nach Polizeiangaben die ganze Zeit das Gaspedal voll durchdrückte.

Anschließend kam der Wagen des Rentners nach links von der Straße ab, pflügte rund 400 Meter (!) durch ein angrenzendes Feld und durchbrach schließlich auch noch einen Zaun am Flughafen. Erst rund 50 Meter innerhalb des Flughafen-Geländes kam das Auto schließlich zum Stillstand.

Mann muss reanimiert werden

Augenzeugen und die Besatzung einer zufällig in der Nähe weilenden Polizeistreife kamen dem Bewusstlosen daraufhin sofort zur Hilfe. Ein Polizist konnte den 79-Jährigen binnen kurzer Zeit reanimieren. Anschließend übernahmen Notarzt und Rettungsdienst, die per Notruf verständigt worden waren, die Versorgung des Patienten und brachten ihn anschließend in die Uni-Klinik.

Die Ehefrau des 79-Jährigen, die als Beifahrerin im Unfallwagen saß, blieb glücklicherweise genauso unverletzt wie die 56-Jährige aus dem Bezirk Innsbruck-Land. Beide Autos mussten abgeschleppt werden. Auch auf den Betrieb des Flughafens hatte der Unfall Auswirkungen: Wie die Polizei mitteilte, musste der gesamte Flugverkehr zwischen 16.29 Uhr und 17.17 Uhr ausgesetzt werden. Neben Rettungsdienst, Notarzt und Polizei waren auch ein Hubschrauber und Kräfte der Flughafen-Feuerwehr im Einsatz.

mw/Landespolizeidirektion Tirol

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