Zu Schadensersatz in Höhe von 490.000 Euro verurteilt

Tödliche Kuh-Attacke: Tiroler Landwirt legt Berufung ein

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Innsbruck - Ende Februar wurde ein Tiroler Landwirt vom Gericht zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 490.000 Euro an die Hinterbliebenen verurteilt. Nun hat der Landwirt Berufung eingelegt.

Für große Aufregung hatte das Urteil hatte das Urteil Ende Februar im Zivilprozess gegen einen Tiroler Landwirt gesorgt. Laut dem Urteil soll dieser aufgrund von Fahrlässigkeit mit Schadensersatz und Hinterbliebenenrenten in einer Höhe von insgesamt rund 490.000 Euro haften. Begründung des Urteils war, dass der Landwirt seine Tiere entlang eines Wanderweges nicht eingezäunt hatte. 

Berufung umfasst 69 Seiten

Wie die Tiroler Tageszeitung nun berichtet, hat Ewald Jenewein (Anwalt des Landwirts) nun Berufung gegen das Urteil eingelegt. In seinem 69-seitigen Einspruch zeigt er laut TT.com gleich mehrere Mängel an dem Urteil auf. Etwa hätten die vom betroffenen Bauern angebrachten Schilder exakt der Terminologie entsprochen, die der Oberste Gerichtshof (OGH) in seiner jüngsten Entscheidung gefordert habe. Zudem beruhten etliche Feststellungen zum Unfallgeschehen im Ersturteil auf reinen Annahmen. Auch bezüglich der georteten Frequenz an der Unfallstelle sei "dem Erstgericht ein Fehler unterlaufen", so Jenewein. Der Ort höchster Frequenz im Zusammentreffen mit den Tieren liege nämlich woanders.

Fall landet vor Oberlandesgericht

Die Kläger haben nun vier Wochen Zeit, um auf die Berufung zu antworten. Dann entscheidet das Oberlandesgericht in Innsbruck über den Fall.

mh

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