Polizei klärt Brandstiftung in Innsbruck

"Luzifer" legt Feuer und fordert Geld - sonst gibt es weitere Brände

Innsbruck/Tirol - Nach einem Brand mit hohem Schaden erhält die Polizei gleich mehrere Bekennerschreiben. Am Ende wird eine einzelne 35-jährige Frau ausgeforscht, die die Tat mittlerweile gestanden hat.

Am 27. April, um 0.52 Uhr, kam es bei einem Lagergebäude in Innsbruck zu einem Brandgeschehen, welches einen Sachschaden im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich zur Folge hatte. In zeitlichem Zusammenhang zu diesem Ereignis langten über verschiedene E-Mail-Adressen der Landespolizeidirektion Tirol Bekennerschreiben zu dieser Brandlegung ein - gezeichnet mit "Luzifer".

Unter anderem forderte "Luzifer" einen fünfstelligen Euro-Betrag. Im Falle einer Weigerung der Übergabe des Geldes kündigte "Luzifer" weitere Brandlegungen an. Zu einer Geldübergabe kam es schlussendlich nicht, da "Luzifer" nach einem Ultimatum jeden weiteren E-Mail-Kontakt abbrach und weitere Brandlegungen noch in der Nacht zum 28. April 2018 ankündigte.

Im Zuge der polizeilichen Erhebungen konnte eine 35-jährige Österreicherin als Tatverdächtige ausgeforscht werden. Beamte des Landeskriminalamtes, der Verhandlungsgruppe und der Cobra konnten die Frau in den frühen Abendstunden des 27. Aprils in ihrer Wohnung antreffen und festnehmen.

Nach anfänglichem Leugnen legte die 35-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. Hinsichtlich ihres Motivs sind ihre Angaben jedoch widersprüchlich. Sie wurde in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

Presseaussendung der Landespolizeidirektion Tirol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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