Andreas E. soll eine ganze Familie ausgelöscht haben

Fünffach-Mord: "Killer von Kitzbühel" steht ab August vor Gericht

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In diesem Haus in Kitzbühel nahm die Tragödie ihren Lauf.

Kitzbühel/Innsbruck - Nach dem grausamen Fünffach-Mord von Kitzbühel im Oktober 2019 ist nun das Datum für den Beginn des Prozesses festgelegt worden. 

Laut Tiroler Tageszeitung soll der Prozess vor dem Schwurgericht in Innsbruck am 12. August beginnen. Den Vorsitz der Verhandlung habe Richterin Sandra Presslaber, nur drei Zeugen seien geladen. Das gab das Landgericht gegenüber der Tiroler Tageszeitung bekannt.

Dem zur Tatzeit 25-Jährigen Andreas E. wird zur Last gelegt, am frühen Morgen des 6. Oktober 2019 fünf Menschen aufeinanderfolgend erschossen zu haben. Andreas E. zeige sich nach wie vor geständig, teilte die Staatsanwaltschaft gegenüber tt.com mit. Laut einem psychiatrischen Gutachten war der mutmaßliche Mörder zum Zeitpunkt der Tat allenfalls alkoholbedingt enthemmt, aber zurechnungsfähig.

Bilder vom Unglücksort: Junger Mann tötet fünf Personen

 © Dominik Bartl
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Im Oktober 2019 hatte der mittlerweile 26-jährige Andreas E ., vermutlich aus Eifersucht, gegen 5 Uhr Früh seine damals 19-jährige Ex-Freundin Nadine, ihre neue große Liebe Florian sowie Nadines Bruder Kevin und die Eltern erschossen. 

Die 19-Jährige hatte sich laut Polizei zwei Monate vor der Horror-Tat von dem 25-jährigen Andreas E. getrennt. Fünf Jahre sollen die beiden laut bild.de ein Paar gewesen sein, doch schließlich sollen alle friedlich auseinandergegangen sein, so die Polizei. Nach der Bluttat stellte sich der Einheimische bei der örtlichen Polizei. "Ich habe soeben fünf Personen ermordet", sagte der "Killer von Kitzbühel" damals nach Angaben des Chefs des Landeskriminalamts Tirol, Walter Pupp, als er auf der Wache erschien.

Der Tat war offenbar ein Streit zwischen den beiden ehemaligen Partnern in einem Lokal in Kitzbühel vorausgegangen. Dieser kurze Disput bei einer zufälligen Begegnung schien allerdings nach bisherigen Erkenntnissen nicht wirklich dramatisch verlaufen zu sein. Dennoch wurde er wohl zum Auslöser der Tat, die fast einem Amoklauf gleicht. Nun muss sich Andreas E. bald vor Gericht für seine Taten verantworten. Dann gibt es wohl auch Antworten auf die noch offenen Fragen...

fgr

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