Stichwahl in Kiefersfelden

Verwirrung um angebliche SPD-Wahlempfehlung

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Weiß König die SPD hinter sich? So sah es am Mittwoch aus. Am Donnerstag platzte die Meldung über die Wahlempfehlung aber wie ein Luftballon!

Kiefersfelden - Am Mittwoch erhielten wir eine Pressemitteilung der CSU. Diese suggerierte, dass man die SPD bei der anstehenden Stichwahl an der Seite weiß. Nun das Dementi!

In der Pressemitteilung der CSU wurde darauf verwiesen, dass sich SPD-Gemeinderat und 2. Bürgermeister Hans Hanusch auf seiner Homepage mit den Worten "Mein Herz sagt 'Rot' - Mein Hirn sagt: 'Jetzt schwarz'" für die Wahl des Christsozialen Christian König bei der Stichwahl am Sonntag ausgesprochen hatte. König tritt gegen Hajo Gruber von den Unabhängigen Wählern an, der am 16. März 47,7 Prozent holte. Der SPD-Kandidat Ralf Wieser schaffte es nicht in die Stichwahl.

Die Wahlempfehlung auf der privaten Homepage von Hans Hanusch

Hanusch macht auf seiner Homepage darauf aufmerksam, dass diese Aussage auf seinen "ganz privaten Überlegungen zur Stichwahl" beruht. Trotzdem heißt es in der CSU-Pressemitteilung, dass diese Worte wohl "die SPD-Stimmungslage in Kiefersfelden nach dem ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl" treffen würde.

Dagegen wehren sich nun die Sozialdemokraten. In einer Stellungnahme vom Donnerstagmorgen heißt es: „Wir, die SPD Kiefersfelden, haben uns klar und einstimmig dafür entschieden, für die anstehende Bürgermeister-Stichwahl keine Wahlempfehlung auszusprechen". Darin seien sich Ralf Wieser als Fraktionsvorsitzender und Albert Gstatter als SPD-Ortsvereinsvorsitzender einig.

Die Sozialdemokraten reagieren damit auf die gestrige CSU-Pressemitteilung. Die Wählerinnen und Wähler seien mündige Bürger und kompetent genug, eine eigene Entscheidung zu treffen - ohne Empfehlungen.

König distanziert sich von CSU-Pressemitteilung

So sieht das auch der CSU-Bürgermeisterkandidat. Christian König wurde ebenfalls gleich am Donnerstagmorgen aktiv und kontaktierte unsere Redaktion. Telefonisch erklärte König, dass er von der Pressemitteilung im Namen seiner Partei nichts gewusst und sie vor der Aussendung an die Medien auch nicht gelesen habe. Er distanzierte sich von dem Text und verweist darauf, dass er einen fairen Wahlkampf führen möchte. Wahlempfehlungen lehne auch er ab.

Ein letztes Interview mit Hajo Gruber und Christian König vor der Stichwahl finden Sie hier

red/ro24

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