Babyboom in Kiefersfelden

Während andere Gemeinden versuchen, wenigstens die Geburtenzahlen zu stabilisieren, kann sich Kiefersfelden mit 50 % Steigerung über einen wahren Babyboom freuen.
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Während andere Gemeinden versuchen, wenigstens die Geburtenzahlen zu stabilisieren, kann sich Kiefersfelden mit 50 % Steigerung über einen wahren Babyboom freuen.

Kiefersfelden - Die Gemeinde Kiefersfelden erfreut sich derzeit an einem wahren Babyboom. Bürgermeister Erwin Rinner kennt die Zahlen und plant für die Zukunft der Gemeinde.

Die statistische Auswertung der Einwohnerzahlen 2011 sorgt in Kiefersfelden für Begeisterung und dürfte in der Region einmalig sein. Während sich die Gemeinden landauf und -ab bereits freuen, wenn sich der Rückgang der Geburtenzahlen stoppen lässt, erlebt Kiefersfelden derzeit einen wahren Babyboom. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Geburten um unglaubliche 50 % gesteigert,“ freut sich Bürgermeister Erwin Rinner. Kamen 2010 noch 40 Babys auf die Welt, erblickten 2011 60 neugeborene Kieferer das Licht der Welt.

Gleichwohl hatte die Grenzgemeinde schwere Zeiten hinter sich. 2005 konnte sie sich letztmals über 60 Neugeburten freuen, dann ging es steil bergab, um 2009 mit 32 Babys den absoluten Tiefpunkt zu erreichen. Statistische Auswertungen der Bertelmann Stiftung zur demografischen Entwicklung des Grenzortes ließen für die Zukunft Kiefersfeldens nichts Gutes erwarten.

Doch die Gemeinde stemmte sich dagegen, baute die Kinderbetreuung weiter aus und bemüht sich momentan um die Einführung einer Ganztagsschule. Rinner: „Derzeit verfügen wir über drei Kindergärten und bald über drei Gruppen in der Kinderkrippe. Das Thema hat bei uns oberste Priorität.“

Gleichzeitig gründete sich das Kieferer Bündnis für Familie mit dem Ziel, die Gemeinde als familienfreundlichsten Wohnort im Inntal zu etablieren. Roland Schmidt, Sprecher des Bündnisses, sieht sich nach zahlreichen Aktivitäten bestätigt: „Wir versuchen seit zwei Jahren, im Ort und der Region das Bewusstsein zu verankern, dass Kiefersfelden beste Bedingungen für junge Familien bietet. Der Babyboom spornt uns an, weiter zu werben.“ Dies könnte sich lohnen, da allein 2011 bereits sieben Neugeborene jungen Familien zuzurechnen sind, die kurz zuvor zugezogen waren.

Die Einwohnerzahl selbst hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöht. Die Statistik verzeichnet zum Jahreswechsel 6.921 Bürger, acht mehr als 2010.

Erstaunliches konnte Bürgermeister Rinner zum Lebensalter der Kieferer berichten: „Die älteste Bürgerin des Ortes ist sagenhafte 109 Jahre alt.“

6235 Kiefersfeldener haben einen deutschen Pass. Daneben sind in der Einwohnerstatistik 45 Nationalitäten verzeichnet, wobei sich die Grenzsituation zu Tirol und das nahe Italien stark nieder schlägt. Rinner: „Von den 685 Mitbürgern anderer Nationalität sind allein 316 Österreicher und 61 Italiener.“

Pressemitteilung SPD Rosenheimland

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