UW Kiefersfelden im Gasthof zur Post

UW: Rathaus als Ideenschmiede umformen

Kiefersfelden - Der Bürgermeisterkandidat Gruber hatte bei seiner Vorstellung ganz klare Visionen: Er forderte neben einem effektiven Miteiandern auch die Weiterentwicklung des Rathauses.

„Nur mit einer offensiven Gewerbeansiedlungspolitik schaffen wir neue Arbeitsplätze“, „Kiefersfelden hat so gut wie keine Mietwohnungen für Familien“, „wir müssen uns konsequenter um die Schwachstellen bei der Hochwasserverbauung kümmern“, „Kiefersfelden braucht an manchen öffentlichen Plätzen eine Schönheitskur“, „wir wollen eine Energiekommission für Kiefersfelden“, mit diesen und anderen Vorschlägen stellten sich die 20 Gemeinderatsbewerber der Unabhängigen Wähler Kiefersfelden, UW, vor.


Bei der außerordentlich gut besuchten öffentlichen Versammlung im Gasthof zur Post, zeigten die aus den unterschiedlichsten Berufen kommenden Kandidatinnen und Kandidaten, dass sie die drängendsten Probleme des Ortes kennen und anpacken wollen. Wie ein roter Faden zog sich dabei das Bekenntnis zum lebens- und liebenswerten Kiefersfelden durch die kurzen Vorstellungsreden. Aber es gebe doch einiges was besser werden könne.

Vor allem die Umsetzung des bereits 2006 auf Initiative der UW vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Leitbildes Kiefersfelden wurde angemahnt. Im Mittelpunkt müsse dabei ein Ideenwettbewerb für eine neue Ortsmitte im Bereich zwischen Rathaus und Kirche stehen, mit einem Bürgerpark der eine Verbindung schaffe zwischen Alter Dorfstraße und Rosenheimer Straße.


Nach der Vorstellung von 19 Kandidaten auf der UW-Gemeinderatsliste für Kiefersfelden, darunter auch drei Frauen, präsentierte der auf Platz 1 nominierte Bürgermeisterkandidat Hajo Gruber sein Programm für ein starkes Kiefersfelden. Gruber bedankte sich bei den Kandidatinnen und Kandidaten für das bisher schon so motivierende Engagement bei der Erarbeitung des Wahlprogramms der UW-Kiefersfelden und das in ihn gesetzte Vertrauen.

Ziel ist ein effektives und vertrauensvolles Miteinander in der Gemeinde

In der Kommunalpolitik gehe es vor allem um die Lebensqualität der Menschen, mit Arbeitsplätzen, Schulen und Kindergärten vor Ort, mit einer sicheren Wasser- und Energieversorgung, sowie einer soliden Infrastruktur. Dafür wolle er sich mit seiner bisherigen Erfahrung nach 18 Jahren im Gemeinderat einsetzen. Dabei solle jeder Bürger Kiefersfeldens sich gleich behandelt fühlen. Das Rathaus dürfe nicht nur ein Verwaltungsort sein, sondern müsse zur Ideenschmiede für die Weiterentwicklung des  Ortes werden. Mit soviel Öffentlichkeit wie möglich wolle er im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister von Kiefersfelden für ein effektives und vertrauensvolles Miteinander in der Gemeinde sorgen versprach Gruber.

Bei den öffentlichen Gemeinderatssitzungen müssten die Bürger ein Fragerecht bekommen, er werde wieder einen Neubürger-Empfang und einen Jungbürgertag einführen und dafür sorgen, dass das Rathaus, aber auch die benachbarten Gemeindewerke barrierefrei ausgebaut werden. Kiefersfelden, so UW-Bürgermeisterkandidat Hajo Gruber habe ein solides und bewährtes Grundgerüst an Einrichtungen. Schule, Kindergärten, Jugendhilfeverein, Kieferer Tafel, viele lebendige Vereine, eine hocheffektive Feuerwehr und ein breites Kulturleben mit den vielfach ausgezeichneten Ritterspielen und der Musikkapelle an der Spitze. All das müsse bewahrt aber auch weiterentwickelt werden, vor allem bei der nobelsten Aufgabe einer Gemeinde, dem Einsatz für sozial Schwache.

Als gelernter Wirtschaftsjurist, so Gruber werde er als Bürgermeister Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft zur Chefsache machen, mit einer aktiven Ansiedlungspolitik für Kiefersfelden. Dazu brauche es attraktive Gewerbesteuersätze, günstige Gewerbegrundstücke, einen massiven Ausbau des schnellen Internets, sowie eine verstärkte Wirtschaftswerbung für Kiefersfelden auf Messen und im Internet. Kiefersfelden benötige auch ein aktualisiertes touristisches Gesamtkonzept mit der Förderung neuer Übernachtungsmöglichkeiten vom familiären Mittelklassehotel, über ein Motel an der Autobahn bis zum Campingplatz. Natürlich wolle er auch mit seiner ganz Kraft und juristischen Erfahrung dafür kämpfen, dass der Lärmschutz für Bahn und Autobahn in Kiefersfelden weiter ausgebaut wird und die geplante Schienenzulaufstrecke durch Kiefersfelden zum Brennerbasistunnel nur mit einer Tunnel-lösung verwirklicht werde.

Bürgermeisterkandidat Hajo fühlt sich reif für die Spitze

Hajo Gruber, der seit 18 als Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wähler, UW, im Kiefersfeldener Gemeinderat sitzt, beantwortete auch gleich von sich aus die Frage, warum er denn erst jetzt für das Bürgermeisteramt kandidiere. Weil für ihn persönlich jetzt die Zeit reif sei. Mit 52 Jahren sehe er sich nach erfolgreichen Berufsjahren und als dreifacher Familienvater jetzt in der Lage mit ganzer Kraft an der Spitze von Rathaus und Gemeinderat für Kiefersfelden zu arbeiten. Er wolle das mit Anstand und Transparenz tun, so Gruber, und er werde im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister seine beiden Mitbewerber von CSU und SPD zu Bürgermeisterstellvertretern vorschlagen. Dies obwohl in der letzten Wahlperiode die UW als zweitstärkste Kraft von den beiden Parteien von einem Bürgermeisteramt ausgeschlossen wurde. Das aber sei Vergangenheit, so Gruber, er setze er auf ein neues, vorwärtsgerichtetes Miteinander im Gemeinderat.

In der anschließenden Diskussion kam die Frage nach einer Reaktivierung des weitgehend brachliegenden Zementgeländes. Hier könne er zwar nichts versprechen, so Gruber, er wolle sich aber um eine verstärkte gewerbliche Nutzung der Industrieflächen kümmern. Auch zum defizitären Hallenbad Innsola gab es Nachfragen an UW-Bürgermeisterkandidat Gruber. Er bekannte sich klar zum Fortbestand des Innsola mit der Umsetzung des Energieeinsparkonzeptes, mit erweitertem Kinderbereich, neuem Eventmarketing und der Unterbringung des Tourismusbüros im Eingangsbereich des Hallenbades.

Ein Besucher der UW-Wahlveranstaltung bedauerte, dass unter den vielen Besuchern so wenig junge Bürger seien. Das sei ein Problem aller Wahlbewerber, meinte Gruber, aber immerhin erreiche die UW-Kiefersfelden auf ihrer Internet- und Facebook-Seite auch junge Wähler. Mit einem Dank an die anwesenden Spitzenkandidaten von CSU und SPD für den bisher so fairen Wahlkampf beendete UW-Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat unter großem Beifall die Veranstaltung.

Pressemitteilung Unabhängige Wählergemeinschaft Kiefersfelden

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