Videos zeigen Ausmaß der Schlammlawine

Nach Murenabgängen: Brennerautobahn kurzzeitig erneut komplett gesperrt

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Nach einem Murenabgang war die Brenner Autobahn Sonntagabend in beide Richtungen gesperrt. Eingepackte Heuballen und Sandsäcke sollen die Schlamm und Wassermassen stoppen.
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Bozen/Kiefersfelden - Eine Schlammlawine ist am Sonntag auf die Brennerautobahn abgegangen. Sechs Autos wurden erfasst. Nach einer Vollsperrung in der Nacht war die A22 Montagmorgen kurzzeitig wieder befahrbar. Aus Sicherheitsgründen musste die A22 nun wieder komplett gesperrt werden. 

Update, 13.14 Uhr: Auch Brennerstaatsstraße teilweise wieder offen

Nachdem kurz vor Mittag die Brennerautobahn einspurig wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, ist nun auch die Brennerstaatsstraße wieder befahrbar. Sie konnte am Montag gegen Mittag in Mauls freigegeben werden. In Gossensaß sollte die Straße am frühen Nachmittag wieder befahrbar sein, informiert das Land Südtirol laut Tiroler Tageszeitung. Auch die Brennerbahnstrecke ist wieder freigegeben worden. Nur der REX1827 innsbruck-Meran fällt am Montag noch auf der gesamten Strecke aus.

Update, 11.45 Uhr: Erneute Sperrung der A22

Nach den Murenabgängen am Sonntagabend musste die A22 bei Brennerbad gegen 10 Uhr erneut in beide Richtungen gesperrt werden. Die Sperre sei aus Sicherheitsgründen notwendig, heißt es in einer Mitteilung der Brennerautobahngesellschaft so die Tiroler Tageszeitung. Offenbar drohte eine Stromleitung auf die Autobahn zu stürzen.

Vor gut 25 Minuten (11.17 Uhr) konnte die Autobahn wieder geöffnet werden, jedoch nur eine Fahrspur je Richtung, so die Verkehrsmeldezentrale Südtirol auf Facebook.

Auch die Brennerstaatsstraße (SS12) musste am Sonntag südlich von Mauls gesperrt werden. Die Sperre ist laut Tiroler Tageszeitung bis dato noch aufrecht.

Update, 9.12 Uhr: Blockabfertigung beendet

Die Tiroler Behörden haben um kurz nach 8.30 Uhr die Dosierungsmaßnahme beendet. Derzeit stauen sich laut Rosenheimer Verkehrspolizei die Lkw auf dem rechten Fahrstreifen noch bis zur Anschlussstelle Oberaudorf zurück. Die Polizei geht davon aus, dass sich dieser Reststau in den nächsten Minuten vollständig auflösen wird. 

Inzwischen ist auch die A22 zwischen Sterzing und dem Brenner wieder vollständig in beide Richtungen befahrbar, so die Tiroler Tageszeitung.

Vorbericht

Eine Mure ist am Sonntagabend nach heftigen Unwettern in Italien auf die Brennerautobahn abgegangen. Die Fahrbahnen sind danach wegen des Schlammstroms von der Mautstelle Brenner Richtung Sterzing in Südtirol gesperrt worden. Die Mure erfasste sechs Fahrzeuge. Wie durch ein Wunder gab es nur einen Leichtverletzten. In der Nacht auf Montag konnte die Strecke inzwischen wieder freigegeben werden, sie ist jedoch nur einspurig befahrbar.

Blockabfertigung an Grenze Kufstein/Kiefersfelden

Aus diesem Grund haben die österreichischen Behörden die sogenannte "Dosierungsmaßnahme" sprich Blockabfertigung auf der Inntalautobahn A12 in Richtung Innsbruck (Höhe Ausfahrt Kufstein Nord) angeordnet. Seit 5 Uhr morgens werden stündlich maximal 300 Lastwagen zugelassen. Dies führt aktuell zu einem Lkw-Stau auf der A93. Momentan staut es sich dort auf einer Länge von ca. fünf Kilometern. Die linke Spur ist für den Individualverkehr durchgängig befahrbar, so die Rosenheimer Verkehrspolizei. Wie lange die Behinderungen durch die abgegangene Mure noch andauern wird, ist derzeit noch unklar. Räumfahrzeuge und Bagger sind im Einsatz. Der REX 1827 Innsbruck-Meran fällt am Montag jedoch noch auf der gesamten Strecke aus, so die Tiroler Tageszeitung.

Videos zeigen Ausmaß

Videos von Rai Südtirol und LFV Südtirol auf Twitter zeigen das Ausmaß der Schlammlawine nach dem Murenabgang auf der Brennerautobahn A22 bei Sterzing:

Urlauber im Tuxertal eingeschlossen 

Auch im Valsertal und Zillertal sind mehrerer Muren abgegangen und Straßen gesperrt, berichtet die Tiroler Tageszeitung. Zahlreiche Urlauber und Einheimische seien am Sonntagabend von der Außenwelt abgeschnitten.

Eine Schlechtwetterfront zieht derzeit über weite Teile Italiens. Die Behörden riefen für Regionen von Nord bis Süd die höchste Alarmstufe aus.

Hochwasser-Alarm in Österreich - Mehrere Tote nach Erdrutsch

Nach Orkan und Starkregen herrscht Hochwasseralarm in Österreich. Experten warnen vor einer Jahrhundertflut. Auch Italien wurde nicht verschont. Heftige Unwetter haben weite Teile des Landes getroffen und mehrere Menschen das Leben gekostet.

mh mit Material von dpa und Verkehrspolizei Rosenheim

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