Ziel war Deutschland

Krasser Drogenfund bei Kufstein - 100 Kilogramm Mariuhana sichergestellt

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100  Kilogramm Marihuana wurden bei einer Kontrolle bei Kufstein sichergestellt.

Kufstein - Am 29. Juni 2020 wurde nach polizeilicher Beanstandung aufgrund technischer Mängel ein bulgarisches Sattelzugfahrzeug mit einem spanischen Anhänger bei einer LKW Werkstatt im Bezirk Kufstein eingestellt, wo er reparierte werden hätte sollen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Der LKW, der in Spanien beladen wurde und als Ziel Deutschland hatte, wurde abwechselnd von zwei Fahrern - einem 34-jährigen Mann, und einem 48-jährigen Mann – gelenkt sowie von einem Auto begleitet, dessen aus Litauen stammender 33-jähriger Lenker sich als Disponent einer Spedition ausgab. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 2020 versuchte einer der beiden LKW-Lenker, aus dem, in einer Halle versperrten Anhänger, zwei Kartons abzuladen. Dies wurde jedoch von anwesenden Mitarbeitern bemerkt, worauf der betretene LKW-Fahrer die Kartons zurückließ und sofort - gemeinsam mit einem Kollegen - in einem Auto die Flucht ergriff. Die daraufhin verständigte Polizei konnte aber trotz einer eingeleiteten Sofortfahndung die beiden nicht mehr ausfindig machen.

Im Rahmen der Nachschau beim abgestellten LKW fanden die Beamten der PI Wörgl insgesamt 34 Pakete Marihuana mit einem Gewicht von ca. je einem Kilogramm. Am Vormittag des 1. Juli unterzogen Beamte des LKA Tirol und der PI Wörgl den Anhänger nochmalig einer intensiven Durchsuchung und der Spurensicherung, wobei schließlich in der sogenannten „Coil Mulde“ (zusätzliche Ladefläche unter dem Holzboden des Anhängers), weitere 62 Pakete zu je ca. einem Kilogramm Marihuana vorgefunden wurden. Somit wurden insgesamt 96 Pakete mit einem Gesamtgewicht von etwas mehr als 100 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von circa 1 Mio Euro sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen führten zur Ausforschung von insgesamt vier beteiligten Personen – die beiden LKW-Lenker, der aus Litauen stammende Begleiter sowie einem weiteren 32-jährigen serbischen Staatsangehörige.

Dieser und der rumänische LKW-Lenker konnten einige Tage nach dem Suchtgiftfund noch in Österreich festgenommen werden; sie wurden schließlich aber wieder nach ihrer Vernehmung enthaftet, da sie glaubhaft darlegen konnten, vom versteckten Suchtmittel nichts gewusst zu haben. Der aus Litauen stammende Begleiter des LKW wurde auf Grund eines EU-Haftbefehls mittlerweile ebenfalls in der Ukraine festgenommen. Eine Befragung ist noch ausständig. Die weiteren Ermittlungen inklusive der Fahndung nach dem aus Serbien stammenden 34-jährigen LKW-Fahrer sind noch im Gange.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol

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