Aber kein Mordprozess

Toter Lkw-Fahrer in Kufstein - Anklage gegen 31-Jährigen erhoben

Kufstein - Vor einem Jahr fand die Polizei die Leiche eines Lkw-Fahrers im Führerhaus auf. Nun muss sich ein 31-jähriger Weißrusse vor Gericht verantworten. 

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde ein 55-jähriger ukrainischer Fernfahrer beim Gewerbepark Kufstein tot in der Kabine seines Lkw aufgefunden. Wie die "Tiroler Tageszeitung" (TT) in ihrer Online-Ausgabe berichtet, wurde nun Anklage gegen einen 31-jährigen Weißrussen erhoben.Zunächst war aufgrund der Spurenlage und der Art der Verletzungen des Toten von einem Gewaltverbrechen ausgegangen worden.

Was die Täterschaft anbelangte, tappten die Ermittler zunächst noch im Dunklen. Schon bald sollte sich aber herausstellen, dass ein Streit in ursächlichem Zusammenhang mit dem Tod des Mannes stehen sollte. Ein Zeuge sollte schließlich einen Weißrussen als Kontrahenten des Toten identifizieren.

Kontrahent in Lettland verhaftet - keine Mordanklage 

Ein europäischer Haftbefehl wurde ausgestellt, der Gesuchte schließlich in Lettland verhaftet. Der anfängliche Mordverdacht erhärtete sich dann in Folge aber nicht. Es wird davon ausgegangen, dass der Weißrusse dem Ukrainer im Zuge eines Streits einen Schlag versetzte, woraufhin der Ukrainer nach hinten stürzte und sich beim Aufschlag einen Schädelbruch zuzog. Der Angeklagte und weitere Fahrer, so der Bericht der TT weiter, haben den Bewusstlosen dann noch in die Fahrerkabine gesetzt. Die Anklage lautet daher auf Körperverletzung mit Todesfolge, nicht auf Mord. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

(Red./dp)

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