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Großeinsatz und vier Festnahmen in Kufstein

"Bombe" und Entführung: Stecken Drogengeschäfte dahinter?

Kufstein - Am Donnerstag sorgten eine Bombendrohung und eine Entführung für eine Menge Aufregung und für einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte. Jetzt sind weitere Hintergründe zu dem Fall bekannt geworden.

Demnach handelt es sich bei dem "Entführungsopfer" um einen 20-jährigen Österreicher, der am Donnerstagmorgen, 7. November, gegen 6 Uhr von einem Trio angegriffen und verschleppt worden war. Bei den Tätern soll es sich um einen 24-jährigen und eine 18-jährige Österreicherin sowie einen weiteren Österreicher handeln, der sich aber nach Angaben des Landeskriminalamtes Tirol in Innsbruck derzeit noch auf der Flucht befindet.

Die drei nahmen den 20-Jährigen in die Mangel, brachten ihn zur Autobahnunterführung nach Ebbs-Eichelwang, wo er mit Kabelbindern an einen Maschendrahtzaun gebunden und mehrfach geschlagen wurde. Anschließend zerrte das Trio das Opfer wieder in das Auto und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Durch die Misshandlungen erlitt der 20-Jährige laut Polizei mehrere Prellungen sowie einen Knöchelbruch. Er wurde ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert.

24-Jähriger leistet massiven Widerstand

Als die Polizei die besagte Verfolgungsjagd in Kufstein beendete, war der derzeit noch flüchtige Täter entkommen. Der 24-jährige Verdächtige sprach bei seiner Festnahme dagegen von einer "Bombe", war für einen Großeinsatz von Spezialisten und umfangreiche Absperr- und Sicherheitsmaßnahmen gesorgt hatte. Eine "Bombe" wurde jedoch nicht entdeckt.

Zwei der zunächst vier festgenommenen Personen wurden nach Polizeiangaben inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 24-Jährige leistete jedoch massiven Widerstand und attackierte auch Polizeibeamte. Zudem verweigerte er bislang offenbar jegliche Vernehmung. Er sitzt derzeit im Polizeianhaltezentrum in Innsbruck in Untersuchungshaft. Die 18-Jährige wurde dagegen in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Das Motiv für die Tat liegt weiterhin im Dunkeln. Es ist aber wohl nicht auszuschließen, dass misslungene Drogengeschäfte etwas damit zu tun haben könnten. Die Polizei ermittelt weiter mit Hochdruck und will den gesamten Tatablauf nun genau rekonstruieren.

mw

Rubriklistenbild: © dpa (Montage/Symbolbild)

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