Lückenschluss beim Lärmschutz

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Stark befahren ist die Bahnstrecke Rosenheim-Kufstein. Lücken im Bereich des Lärmschutzes will die Bahn jetzt schließen. Sehr zur Freude von Bürgermeister Erwin Rinner, der sich erst kürzlich wieder einen Eindruck vor Ort verschaffte.

Kiefersfelden - Voraussichtlich noch im ersten Quartal dieses Jahres will die Deutsche Bahn damit beginnen, den Lärmschutz an der Strecke Rosenheim-Kufstein zu verbessern.

Die Kosten der geplanten Maßnahmen belaufen sich laut Bahn auf 1,14 Millionen Euro.


"Wir sind total froh, dass jetzt endlich etwas geschieht", begrüßt Bürgermeister Erwin Rinner den Lückenschluss im Bereich des Lärmschutzes. Nachgebessert wird an zwei Stellen. Auf der Westseite der Bahnlinie entsteht auf einer Länge von 861 Metern eine neue Lärmschutzwand, die drei Meter hoch ist. Die Kosten hierfür belaufen sich auf eine Million Euro. Weitere 114000 Euro fallen für ein 80 Meter langes Teilstück an, das auf der Ostseite des Gleiskörpers in Höhe von Bahnkilometer 31,3 errichtet wird.

Der Planfeststellungsbeschluss für die Maßnahmen liegt bereits vor, die Ausschreibung der Bauleistungen ist laut Bahn abgeschlossen. Noch nicht abgeschlossen sind nach Angaben des Bürgermeisters hingegen die Verhandlungen über die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an den Kosten. Dass die Investition auf jeden Fall sinnvoll ist, daran lässt Erwin Rinner keinen Zweifel. "Der Bahnverkehr erzeugt wirklich großen Lärm. Der Druck von den betroffenen Bewohnern, etwas dagegen zu unternehmen, war riesengroß", so das Gemeindeoberhaupt. Rinner schätzt, dass etwa 800 Anwohner unter dem Lärm zu leiden hätten. Besonders intensiv wirke er sich auf jene Anrainer aus, die an den Hanglagen der Dorf- und der König-Otto-Straße wohnten. "Da gab es schon Beschwerden, als ich noch nicht Bürgermeister war", erinnert er sich.


Ein kleiner Wermutstropfen bleibt für die lärmgeplagten Anwohner dennoch. Die Bahn geht davon aus, dass die Baumaßnahmen erst Ende 2013 endgültig abgeschlossen sein werden. Das hat nach Angaben eines Bahnsprechers vor allem damit zu tun, "dass von außen die Zugänglichkeit für eine ungehinderte Bautätigkeit nicht möglich ist". Folge ist, dass die Aluminium-Elemente, aus denen der Schallschutz besteht, überwiegend vom Gleiskörper aus während sogenannter "Sperrzeiten" montiert werden müssen. Das heißt, dass im betreffenden Abschnitt der zweigleisigen Strecke kein Zug verkehren kann, wenn die Arbeiter zugange sind. "Diese Sperrzeiten können aufgrund der hohen Streckenauslastung nicht am Stück, sondern nur auf zwei Jahre verteilt geplant werden", begründet die Bahn die lange Bauzeit.

Oberbayerisches Volksblatt

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