Blutbad bei Innsbruck

Rätsel um zerstückeltes Kalb - Polizei: "Das war ein Gemetzel"

Mieders/Innsbruck - Es muss ein brutaler Schock für den Landwirt gewesen sein: Bislang Unbekannte haben bei Innsbruck ein Kalb eingefangen und ein regelrechtes Blutbad angerichtet.

Update, Donnerstag (16. Juli): Erste Hinweise auf Täter

Die Tiroler Polizei fahndet mit Hochdruck nach den bislang unbekannten Tätern, die im Zeitraum von Sonntag (12. Juli) und Dienstag (14. Juli) ein Kalb auf einer Weide eingefangen und geschlachtet haben. Lediglich das Fell, den Schädel, einen HInter- und einen Vorderlauf haben die Täter zurückgelassen.

„Es sind bereits die ersten Hinweise eingegangen“, berichtet der zuständige Polizeichef gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Es schaue nicht schlecht aus, den Täter ausfindig machen zu können. Es handelt sich auch für die Polizei einen ungewöhnlichen Fall: „Dass Schafe verschwinden, kommt vor. Aber dass ein Kalb auf der Weide geschlachtet wird, hab’ ich noch nie erlebt.“ Leider lassen die zurückgelassenen Einzelteile des Kalbes keine Rückschlüsse dazu zu, ob das Tier professionell zerteilt und getötet wurde.  „Das war ein Gemetzel“, so der Kommandant der Fulp­mer Polizei gegenüber der TT weiter.

Den Schaden konnte die Polizei inzwischen auf ca. 500 bis 1000 Euro eingrenzen. Den Wert des Fleisches schätzt ein Innsbrucker Metzger laut TT eher gering, da lediglich etwa 50 bis 60 Kilo Fleisch verwertbar seien.

Erstmeldung, Mittwoch (15. Juli):

In der Zeit von Sonntagabend (12. Juli) Dienstagmittag (14. Juli) kam es zur unglaublich brutalen Tat, wie die zuständige Polizei berichtet. Noch ist nicht klar, wie genau die Unbekannten das erst fünf Monate alte Braunviehkalb töteten. Klar ist jedoch, dass sie das Kalb vor Ort zerlegten. Zurück ließen sie nur Fell, jeweils einen abgetrennten Vorder- und Hinterlauf und den Schädel des Tieres. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter es auf das Fleisch des Kalbes abgesehen hatten.

Noch sei die genaue Schadensumme unklar. Es handelte sich bei dem Tier um ein hochwertiges Zuchtkalb. Weitere Erhebungen zur Klärung der Straftat sind im Gange. In diesem Zusammenhang wird um sachdienliche Hinweise an die Polizeiinspektion Fulpmes (+43 (0)59133/7112) ersucht.

mh/Landespolizeidirektion Tirol

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