Jahreshauptversammlung in Neubeuern

Nordzulauf-Petition im Fokus: Bürgerforum Inntal blickt auf das Jahr zurück

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Der neu gewählte Vorstand des Bürgerforum Inntals e.V.

Neubeuern - Die Jahreshauptversammlung des Bürgerforums Inntal e. V. (BFI) am Montag, den 16. Dezember war im Saal des Gasthauses Vornberger in Neubeuern mit ca. 60 Personen sehr gut besucht.

Die Meldung im Wortlaut:

In diesem Jahr war neben den Wahlen der Vereinsgremien die Petition an den Deutschen Bundestag das wesentliche Thema der Zusammenkunft. 

Die Petition zur „Erweiterung des Planungsumfangs zum Brenner-Nordzulauf im BVWP 2030“ im Hinblick auf die derzeitige Bestandsstrecke war ein voller Erfolg, obwohl das Quorum von 50.000 Unterschriften für eine Anhörung im Deutschen Bundestag nicht erreicht werden konnte. Mit rd. 16.000 Befürwortern (Stand 15.12.2019) des Antrags kann der Politik auf Landkreis- und Landesebene ein ordentliches „Pfund“ entgegengehalten werden. 

Zahlreiche Aktionen sorgten für Aufmerksamkeit

Nach den Grußworten des ersten Vorstandes Martin Schmid und des ersten Bürgermeisters von Neubeuern, Christoph Schneider, berichteten die Vorstände Martin Schmid und Peter Margraf, dass bereits während des gesamten Jahres 2019 sehr viele Aktivitäten mit Beteiligung des BFI durchgeführt wurden. Hier sind hervorzuheben der Sternmarsch im Januar 2019 anlässlich des Besuches von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Rosenheim, die Infoveranstaltung in der Inntalhalle in Rosenheim im Februar, die Beteiligung am Faschingszug in Flintsbach im März, das Public Viewing zur Sendung „Jetzt red i“ im April, die Mahnwache anlässlich der Veröffentlichung der fünf Neubautrassen durch Herrn Scheuer im Juli, die Erstellung und Verteilung des sogenannten „Denkzettels“ (Infoblatt zu europa- und bundespolitischen Fehlentwicklungen im Verkehrswesen) sowie diverse Fachvorträge in Raubling, Brannenburg und Nußdorf. 

Als Gastredner gab Rechtsanwalt Gerhard Maier einen kurzen Einblick in das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz und die Möglichkeit des Vereins unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf Verbandsklage zu erwirken, d. h. dass das BFI als Umweltschutzverband anerkannt wird und damit in Umweltschutzangelegenheiten Klagebefugnis erlangt, auch ohne direkte Betroffenheit. Die Vorzeichen für das BFI sind hier sehr gut. 

Weiter berichtete Alexander Gschwendtner über von ihm durchgeführte eigene Zugzählungen des Vereins in den letzten neun Monaten, die gegenüber den Zahlen von staatlicher Seite bzw. von der Deutschen Bahn erheblich nach unten abweichen. So wurden statt den offiziellen Zahlen von ca. 200 Zügen pro Tag im Durchschnitt nur rd. 160 Züge pro Tag registriert. 

Vorsitzende im Amt bestätigt

Aus dem Kassenbericht von Wolfgang Scherer ergab sich ein gutes Rücklagenpolster für weitere Aktionen, insbesondere auch für eventuelle rechtliche Schritte der Bürgerinitiativen. Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus großzügigen Spenden und den Mitgliedsbeiträgen. Brunhilde Rothdauscher bestätigte als Kassenprüferin die saubere und ordnungsgemäße Buchführung. Die gesamte Vorstandschaft wurde auf ihren Antrag hin von der Hauptversammlung entlastet. 

Bei den Neuwahlen wurden Martin Schmid als erster Vorsitzender und Peter Margraf als zweiter Vorsitzender bestätigt. Es wurden weiter neu gewählt: Als Schatzmeisterin Christina Baumann und Barbara Reiter (Stellvertreterin), als Schriftführer Thomas Unger und Dr. Frieder Storandt (Stellvertreter), als Beisitzer Stephan Bauer, Theo Geflitter, Jakob Mangold-Boldt, Benno Schmid, Klaus Spatzier und Martin Fritz sowie als Revisoren Brunhilde Rothdauscher und Erich Reisinger. Zum Abschluss gab es noch zahlreiche Wortmeldungen und Diskussionen.

Pressemeldung Bürgerforum Inntal e.V.

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