Starke heimische Betriebe

Neubeurer Kreisräte diskutieren zur Zukunft des örtlichen Handwerk

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Es diskutierten die Vertreter des Handwerks Wolfgang Sattelberger und Gerhard Schloots mit Lehrer Anton Größ und den Kreisräten Christina zur Hörst sowie Florian Gerthner (von links nach rechts).

Neubeuern - Die Neubeurer Kreisräte Florian Gerthner und Josef Paul sowie Christina zur Hörst luden zu einer parteiübergreifenden Diskussionsveranstaltung über die Zukunft des örtlichen Handwerks.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

„Für eine sinnvolle Weiterentwicklung unserer Gemeinde benötigen wir starke heimische Betriebe!“, unter diesem Motto luden die Neubeurer Kreisräte Florian Gerthner und Josef Paul sowie Christina zur Hörst zu einer parteiübergreifenden Diskussionsveranstaltung über die Zukunft des örtlichen Handwerks. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den Chancen der Schulabgänger an der HOHENAU Mittelschule. Es diskutierten Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots, der Obermeister der Bäckerinnung Rosenheim Wolfgang Sattelberger und der ehem. Konrektor der HOHENAU Grund- und Mittelschule Neubeuern Anton Größ.

Zunächst führte Kreisrat Florian Gerthner in die Thematik ein und spannte den Bogen zur Veranstaltung im vergangenen Herbst über die Zukunft der HOHENAU-Schule. Damals war von viele Eltern angesprochen worden, dass die Mittelschule nur mit einem besseren Image der praktischen handwerklichen Berufe gestärkt werden könne. Hierzu habe ein Arbeitskreis des Schulverbands bereits erste Vorschläge erarbeitet, so Gerthner. Die Veranstaltung zum Handwerk in der Marktgemeinde knüpfe nun daran an. Gerthner verwies auf die Wichtigkeit heimischer handwerklicher Betriebe in Neubeuern und führte als Beispiele die Ausbildungsplätze vor Ort, eine Wertschöpfungskette innerhalb der Gemeinde und die Unterstützung der Vereine an.

In kurzen Statements stellten sich die drei Referenten vor. Wolfgang Sattelberger, der seit vielen Jahren als selbständiger Bäcker tätig ist und als Obermeister der Bäckerinnung Rosenheim vorsteht, betonte vor allem die hervorragenden Jobchancen im Handwerk. Teilweise verdienen Handwerker inzwischen mehr, wie Akademiker. Gleichzeitig suchen viele Betriebe einen Nachfolger. Hier kann sich jeder Absolvent nach seinen Fähigkeiten entwickeln. 

Anton Größ stellte als ehemaliger Konrektor der HOHENAU-Schule Neubeuern die verschiedenen praktischen Abschlüsse und die individuelle Betreuung der Schüler an der Mittelschule dar. Es sei immer wieder überraschend, welchen Lebensweg seine ehemaligen Absolventen genommen haben. Eine handwerkliche Ausbildung sei hierfür stets eine gute Basis, so Größ. 

Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots stellte die Wirtschaftskraft des Handwerks in den Mittelpunkt seines Kurzvortrags. Für eine starke Kommune seien örtlich verwurzelte Betriebe unverzichtbar. Er zeigte mit der Gründung von Handwerkerparks als Genossenschaften auch neue Entwicklungsmöglichkeiten auf. So könne ortsverträgliches Gewerbe gehalten und die Kommune sinnvoll weiterentwickelt werden.

In der folgenden Diskussion unter der Leitung von Christina zur Hörst entwickelten die ca. 50 Anwesenden Ideen zur Stärkung des Standorts Neubeuern. Bereits beschlossen sei eine Jobbörse mit Vorstellung der örtlichen Betriebe beim Schulfest, berichteten Elternbeiräte. Gewerbetreibende bedauerten, dass ihr Geschäft zu wenig wahrgenommen werden: „Wir müssen unsere hervorragenden Firmen sichtbar machen. Dazu gehören auch angemessene Arbeitsstätten. Nur so bleiben wir für Mitarbeiter und Kunden attraktiv!“

Pressemeldung der CSU Neubeuern

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