50-Jähriger verunglückt mit Mountain-Cart

Tödlicher Unfall am Heuberg: Fahrer trug keinen Helm

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Am Heuberg bei Nußdorf passierte der schreckliche Unfall mit tödlichem Ausgang.
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Nußdorf - Ein schrecklicher Unfall hat sich am Dienstagabend am Heuberg ereignet. Bei der Abfahrt mit einem sogenannten "Mountain-Cart" kam ein 50-Jähriger vom Weg ab, prallte gegen einen Baum und starb. 

Am Dienstagabend (14. Mai) begaben sich drei Freunde aus dem Landkreis zu einer bewirtschafteten Alm im Heuberg-Gebiet. Die drei Männer im Alter von 49, 50 und 59 Jahren führten dabei sogenannte "Mountain-Carts" mit. Nach ihrem Hüttenaufenthalt fuhren sie gegen 0.30 Uhr mit den Carts zu Tal. Dabei verlor der 50-Jährige offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug, fuhr eine Böschung hinab und prallte gegen einen Baum. Seine Freunde fanden ihn leblos an der Unfallstelle.

Fahrer trug keinen Helm

Wie ein Sprecher der Polizei Brannenburg nun auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, trug der verunglückte Fahrer keinen Helm, jedoch eine Stirnlampe. Auch am Fahrzeug sei ebenfalls eine Lampe angebracht gewesen. Ob ein technischer Defekt an dem Cart vorgelegen hat, wird nun von einem Gutachter untersucht. Ob der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand, wird die von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion ergeben. "Ersten Erkenntnissen nach war er nicht gravierend alkoholisiert", so der Polizeisprecher.

Mountain-Carts kommen aus Bad Aibling

Die sogenannten Mountain-Carts, mit denen die drei Freunde unterwegs waren, werden von einer Bad Aiblinger Firma auch in Bad Aibling hergestellt und finden mittlerweile weltweit Absatz. Sie sind derzeit in 20 Ländern weltweit im Einsatz und mit weit mehr als einer Million absolvierten Abfahrten bestens bewährt, schreiben die Betreiber auf ihrer Homepage. Sogar in Chile und Neuseeland könne man die Carts mittlerweile leihen. Die Fahrzeuge werden sowohl von Privatleuten als auch gewerblich genutzt. Bergbahnen, Sportverleihe, Bikeparks, Almwirte und Outdoor-Eventveranstalter bieten die Carts gerne zum Verleih an. 

Bei der Konstruktion wurde größter Wert auf Sicherheit gelegt

Man kann sich die Fahrzeuge als Dreiräder mit einem relativ hohen Lenker vorstellen, die einen tiefen Schwerpunkt und einen breiten Radstand für eine eigentlich hohe Fahrstabilität haben. Hinzu kommen hydraulische Scheibenbremsen, um auch auf steilen Wegen mit den Carts fahren zu können. Für das Bergaufziehen gibt es meist eine spezielle Konstruktion, so dass dies für den Wanderer relativ leicht möglich ist.

Bergwacht bestätigt seltene Unfälle mit Mountain-Carts

Ein Sprecher der Bergwacht Brannenburg bestätigt auf Nachfrage unserer Redaktion, dass Unfälle mit Mountain-Carts sehr selten seien: "Mir ist tatsächlich bisher noch kein Fall bekannt gewesen." Statistisch gesehen gebe es sehr viel mehr Unfälle mit Mountainbikes, was natürlich aber auch daran liege, dass sehr viel mehr Sportler mit dem Fahrrad unterwegs seien. 

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