Brücken-Kundgebung am Sonntag

Demo in Oberaudorf - „Wir stehen für ein freies Europa und für freie Grenzen“

In Oberaudorf wurde am Sonntag, 14. März, gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen demonstriert.
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In Oberaudorf wurde am Sonntag, 14. März, gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen demonstriert.

Am Sonntagnachmittag fand auf der Grenzbrücke zwischen Oberaudorf und Niederndorf eine Demonstration unter dem Motto „Für offene Grenzen“ statt. Da der Kundgebungsort auf der Brücke vom Landratsamt Rosenheim auf 300 Personen beschränkt wurde, gab es auf dem Festplatz in Oberaudorf eine weitere Kundgebung.

Oberaudorf - „Wir zeigen, dass wir mit den ganzen Maßnahmen nicht einverstanden sind“, sagten die Veranstalter zu Beginn der Demonstration am Sonntagnachmittag, 14. März auf der Innbrücke in Oberaudorf an der Grenze zu Tirol. „Wir stehen für ein freies Europa und für freie Grenzen“, hieß es. Auf der Tiroler Seite, fand ebenfalls eine Kundgebung mit den gleichen Zielen statt.

Kundgebung im Vorfeld auf 300 Teilnehmer beschränkt

Das Landratsamt Rosenheim hatte die Kundgebung im Vorfeld auf 300 Personen beschränkt, weswegen noch eine Ausweichörtlichkeit auf dem Oberaudorfer Festplatz eingerichtet wurde. „Wenn die Polizei nicht mit 300 Mann hier wäre, würden wir wahrscheinlich 600 Leute hier unterkriegen“ so die Veranstalter. Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bestätigte, dass rund 400 Beamte im Einsatz gewesen seien. „Die Zahl wurde so gewählt, weil die Teilnehmerzahl der Besucher im Vorfeld nicht abzuschätzen war“, so Sonntag gegenüber rosenheim24.de.

Die Veranstaltung lief durchgehend friedlich ab, es gab nur einen kleinen Zwischenfall, weil Polizeibeamten den Redner Karl Hilz nach seiner Rede von der Bühne holen wollten. In der Folge betraten einige Demonstranten den abgesperrten Bereich vor der Bühne und die Polizei griff ein. Hilz betone per Lautsprecherdurchsage immer wieder „bitte keine Gewalt.“ Und die Veranstalter baten die Besucher, den Bereich wieder zu verlassen. Hilz bekomme laut Polizeipressesprecher eine Anzeige. Genauere Details konnte die Polizei unserer Reporterin vor Ort nicht nennen.

Der pensionierte Polizeibeamte Karl Hilz war einer der Redner auf der Kundgebung

Nino Kornhass und Karl Hilz unter den Rednern

In seiner Rede sagte Hilz: „Es geht nicht um eine Krankheit sondern um das Errichten eines totalitären Staates. DDR 2.0.“ Das Maskentragen sei für den pensionierten Polizeibeamten nach wie vor entwürdigend und verstoße gegen Art. 1 des Grundgesetzes. „Und wer gesunde Menschen dazu zwingt eine Maske zu tragen, begeht Körperverletzung. Das Tragen der FFP2 Masken birgt Gesundheitsrisiken.“

Als weiter Redner trat Nino Kornhass ans Mikrofon, der sich einen Namen gemacht hat, weil er im Januar dieses Jahres seine Kampfsportstudios in Bruckmühl und Kolbermoor trotz Verbotes öffnete. „Wir wollen nicht einfach nur die Freiheit zurück, die wir vor Corona hatten, wir wollen sogar mehr Freiheiten“, sagte Kornhass. „Weil es gibt einen Grund, dass wir hier gelandet sind, wo wir gelandet sind. Und zwar wurden wir Jahrzehnte entwöhnt, Freiheiten zu haben. Wir haben leider zu wenig gemacht, um das zu erkennen. Wir wollen mehr Einfluss auf die Demokratie, wir wollen freie Presse und wir wollen freies Geld. Und wir brauchen freie Bildung.“

Als weiterer Redner war Markus Dettendorfer, Unternehmer von der Unternehmerinitiative „Wir stehen zusammen“ vor Ort. Er sagte: „Wir wollen Freiheit für uns und unser unternehmerisches Tun. Wir müssen jeden Tag Abwägungen treffen, jeden Tag Risiko abwägen, müssen Gefährdungsbeurteilungen machen und wir beweisen seit Jahrzehnten, dass wir verantwortungsvoll umgehen können. Und was wir nicht brauchen, das ist staatliche Regulierung, staatliche Bevormundung und Einschränkung.“

Liveschalte zur Demonstration der Tiroler

Gegen Ende der Kundgebung gab es eine Liveschalte zur der Demonstration der Tiroler, die rund 250 Meter auf der anderen Seite der Innbrücke ihre Kundgebung abhielten. Die österreichischen Veranstalter erklärten: „Wir sind hier so an die 400 Menschen, die zusammengekommen sind. Wir alle wollen, dass diese Brücke so schnell wie möglich wieder aufgeht.“ Gemeinsam riefen die Teilnehmer auf beiden Seiten der Grenze im Chor „Freiheit“.

jb

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