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Reaktion in Brannenburg, Raubling und Flintsbach

„Geld gut investiert“: So wird das Trinkwasser zukünftig vor Verschmutzungen geschützt

Inbetriebnahme der Ultrafiltrationsanlage: (von links) Wassermeister Martin Antretter, Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher, Rüdiger Langankevom Wasserbeschaffungsverbandes Degerndorf und Raublings Bürgermeister Olaf Kalsperger von Raubling.
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Inbetriebnahme der Ultrafiltrationsanlage: (von links) Wassermeister Martin Antretter, Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher, Rüdiger Langankevom Wasserbeschaffungsverbandes Degerndorf und Raublings Bürgermeister Olaf Kalsperger von Raubling.

Die Gemeinden Raubling, Brannenburg und Flintsbach haben auf die Verschmutzung des Trinkswassers im vergangenen Jahr reagiert und das System der Wasserförderung optimiert. So soll das Wasser zukünftig sauber bleiben.

Raubling/Brannenburg/Flintsbach – Nachhaltiger, gesunder Genuss: Ein Schluck feinstes Trinkwasser aus der Wasserleitung. – diese herrliche Erfrischung war vergangenes Jahr im Sommer in Raubling, Brannenburg und Flintsbach zunächst nicht mehr möglich. Denn das Trinkwasser, das aus einer Quelle im Förchenbachtal kommt, wurde durch die starken Regenfälle verschmutzt. Das Gesundheitsamt hatte umgehend eine Abkochverfügung erlassen und der Wasserversorger, der Wasserbeschaffungsverband Degerndorf (WBV), musste das Trinkwasser mit Chlor versetzen, um die coliformen Keime abzutöten.

Damit dieser Situation zukünftig vorgebeugt wird, wurde jetzt in das System der Wasserförderung eine Ultrafitrationsanlage mit Rückspülung als zusätzliche Sicherung eingebaut. Der WBV fördert das Trinkwasser zum einen aus den Quellen im Förchenbachtal, zum anderen aus Tiefbrunnen am Fuß des Riesenkopfs. Das Quellwasser wird automatisch auf Trübstoffe geprüft und bei Eintrübung direkt in den Förchenbach abgeleitet. Das ungetrübte Wasser durchläuft die Anlage und wird durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht desinfiziert. Da diese Systematik vergangene Sommer wegen der großen Wassermengen überlastet war und nicht einwandfrei funktioniert hat, wurde die Versorgungssicherheit jetzt mit dem Einbau der Ultrafiltrationsanlage noch weiter optimiert.

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Ab sofort durchläuft das Wasser nach der Trübungsmessung erst die Ultrafiltrationsanlage, eine Einrichtung zur Partikelabtrennung, bevor es dann in der UV-Anlage desinfiziert wird und zur Einspeisung in das Trinkwassernetz bereitsteht.

Anlage kostet 130.000 Euro

Zur offiziellen Inbetriebnahme der Anlage hatte der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes Degerndorf, Rüdiger Langanke, alle an dem Projekt beteiligten zu einer Besichtigung der Anlage eingeladen. Neben den Vorstandsmitgliedern des WBVs waren unter anderem die Bürgermeister Olaf Kalsperger aus Raubling, Matthias Jokisch aus Brannenburg und Stefan Lederwascher aus Flintsbach gekommen. Ebenso war die Firma Sanftl Anlagenbau, die bei der Planung und Installation unterstützt hat, Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes und des Gesundheitsamtes vor Ort. Auch die Mitarbeiter der Gemeinden, die für die Wasserversorgung zuständig sind, kamen zur Einweihung.

Bei der Begrüßung der Gäste erläuterte Rüdiger Langanke zusammenfassend die Motivation, die zur Auswahl genau dieser Ultrafiltrationsanlage geführt hatte. Man entschied sich schließlich für die Investition von circa 130.000 Euro, bei der der WBV und die betroffenen Gemeinden Raubling und Flintsbach die Kosten anteilig übernehmen. Bei einer durchschnittlichen Jahresfördermenge von etwa 450.000 Kubikmetern Wasser ist das für die Verbraucher eine lohnenswerte Verbesserung.

„Wir sind überzeugt, dass das Geld gut investiert ist“

Die Bürgermeister erklärten ihren Dank, dass das Projekt in einer so guten Zusammenarbeit über die Bühne ging. Olaf Kalsperger, Rathauschef aus Raubling und größter Abnehmer des Quellwassers, lobt: „Wir sind froh, dass wir seit 1972 vom WBV mit so gutem Wasser versorgt werden. Auch die Zusammenarbeit zwischen allen funktioniert hervorragend – auch bei Störfällen. So sind wir überzeugt, dass das Geld gut investiert ist und in Zukunft Zwischenfälle noch seltener werden.“ Stefan Lederwascher, Oberhaupt von Flintsbach, betont: „Erst wenn mal was nicht funktioniert, merkt man, ob das System außenherum funktioniert. Und das hat in diesem Notfall letzten Sommer sehr gut funktioniert!“

Abschließend stellte der WBV-Vorsitzende dar, dass man, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen politischen Lage, auch die Möglichkeit eines Blackouts berücksichtigt habe. So zeigte er, dass die Stromversorgung des gesamten Wasserfiltrations-Systems im Notfall direkt mit dem Wasserkraftwerk der Wendelsteinbahn verbunden werden kann, „quasi einfach mit einem Kabel über die Strasse!“. Außerdem gäbe es die Möglichkeit der Versorgung mit Notstromaggregaten. Diese seien, ebenso wie Kraftstoffe, in ausreichender Menge vorhanden.

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