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Abstrampeln besser als Abhängen

Gymnasium Raubling startet Rad-Challenge – 40441 zurückgelegte Kilometer

Die Klasse 5a freut sich über den ersten Preis: einen Tag lang Wasserskifahren.
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Die Klasse 5a freut sich über den ersten Preis: einen Tag lang Wasserskifahren.

„Die Schüler sollen während des Lockdowns endlich mal wieder eine Möglichkeit haben, das Gefühl von Gemeinschaft zu erleben, das sie so lange vermisst haben“, sagt Roswitha Gindert-Wulff. Deshalb hat die Sportlehrerin vom Gymnasium Raubling für die gesamte Schule eine Rad-Challenge organisiert.

Raubling – In Anlehnung an Jules Vernes Roman „Reise um die Erde in 80 Tagen“ rief sie das sportliche Motto „In acht Tagen um die Welt“ aus – und zwar mit dem Fahrrad. Die ganze Schulfamilie – Schüler, Eltern und auch Lehrer – sollte mithelfen, die rund 40 000 Kilometer mit dem Fahrrad abzuradeln.

Erster Anlauf vor den Osterferien scheiterte

Um alle anzusprechen und zu motivieren, produzierte Roswitha Gindert-Wulff sogar ein Video für die Schul-Homepage. Den ersten Anlauf wollte man schon vor den Osterferien starten, doch aufgrund der Temperaturen wurde die Initiative in dieser Zeit im wahrsten Sinn des Wortes auf Eis gelegt.

In der Woche vor den Pfingstferien nahm man einen erneuten Anlauf – mit Erfolg. Mit 40 441 Kilometern hat die Schulfamilie gemeinsam die Erde umrundet. Eine tolle Gemeinschaftsleistung, bei der jeder seine „persönlichen Highlights“ erzielt hat.

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So hat zum Beispiel Emily Blasaditsch aus der 5c extra Bruder und Großeltern dazu gebracht, mit ihr eine Radtour von Oberaudorf nach Brannenburg zu machen. „Das war ein wunderschöner Tag. Wir sind an einem Biotop vorbei gekommen und konnten dort Kraniche beobachten. Zur Stärkung haben wir in Brannenburg dann ein großes Eis gegessen, bevor wir zurückgefahren sind. Am Ende konnte ich dann dem Klassenergebnis 31 Kilometer gutschreiben, mit dem wir dann immerhin auf dem fünften Platz gelandet sind.“

Linus Scheitinger aus der 10a will Radprofi werden.

Direkt dahinter, auf dem sechsten Platz, kam die Klasse 10a, wobei hier knapp die Hälfte der 2320 Kilometer – nämlich 1034 Kilometer – ein einziger Schüler erradelt hat: Linus Scheitinger ist mit gerade mal 16 Jahren bereits ein erfolgreicher Sportradler. Er erzählt: „Ich hatte gefragt, ob ich meine Trainingskilometer auch einbringen darf. Die Aktion hat gerade gut zu meinen geplanten Trainingseinheiten gepasst. Und so ist da dann halt ein bisschen was zusammen gekommen.“ Er gibt zu: „Dadurch, dass ich pro Woche rund 20 Stunden zum Training auf dem Rad sitze, komme ich nicht wirklich dazu, noch viel für die Schule zu tun. Aber zum Glück schaffe ich es dennoch, durch Zuhören im Unterricht meine Noten zu halten.“

Schule unterstützt mit Befreiungen

Die Schule unterstütze ihn in Form notwendiger Befreiungen. Vor allem freitags sei er oft nicht da, wiel er an diesem Tag häufig zu Rennen fahre. Und dennoch ist Linus die Schule wichtig: „Ich möchte Radprofi werden, außerdem möchte ich Sportwissenschaften studieren und dann die Richtung Ernährung oder Sportpsychologie vertiefen.“

Klasse 5a erzielt den ersten Platz

Pius Reichl aus der 5a liebt Rennrad und Mountainbike.

Den ersten Platz mit 2986 geradelten Kilometern errang mit gut 300 Kilometern Vorsprung die Klasse 5a. Für diese tolle Leistung wird sie vom Schulleiter Dr. Armin Stadler mit einem Sporttag mit Wasserskifahren belohnt. Die Freude bei den Fünfklässlern ist groß. Einen entscheidenden Anteil an dieser Leistung hatte Pius Reichl (11), der mit seinen Eltern zusammen insgesamt rund 700 Kilometer zurückgelegt hat. Sein Tipp um eine solche Leistung zu erbringen: „Da muasst halt jeden Dog a bissl radln, dann geht’s scho!“

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Aber nicht nur die Kondition, sondern auch die Natur und Umgebung haben es Pius angetan: „Die schönste Tour war die von Raubling nach Rott, weil man da unterwegs so schön auf den Simssee schauen kann. Aber auch auf den Heuberg zu fahren ist recht cool, weil man da dann wieder so richtig schnell runtersausen kann.“

Challenge stärkt Wir-Gefühl

Für Schulleiter Dr. Stadler steht fest, dass diese Aktion eine gelungene Leistung war. Dies betonte er auch bei der Preisübergabe: „Mit der Challenge sollte das Wir-Gefühl gestärkt werden. Hier konnte jeder etwas für die Gemeinschaft leisten, egal, ob Klein oder Groß. Und wie man sieht, haben die Kleinsten ja auch die größte Leistung vollbracht!“

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